BVK - Personlavorsorge des Kantons Zürich BVK



30. April 2017

Performance (YTD):
3,5%
Deckungsgrad:
95,4%

Massnahmen zur nachhaltigen Finanzierung

Der Stiftungsrat will die Voraussetzungen für eine langfristige stabile finanzielle Situation schaffen. Dies ist im Interesse der Versicherten und Arbeitgeber. Die Reduktion des technischen Zinssatzes und der Wechsel zu den Generationentafeln per 1. Januar 2017 bewirken zweierlei: Einerseits werden die garantierten Renten von Personen, die ab dem Jahr 2017 in Pension gehen, mit einem tieferen Umwandlungssatz ermittelt. Andererseits müssen die bereits laufenden Renten, die unverändert weiter ausbezahlt werden, neu bilanziert werden.

Als Folge sinkt der Deckungsgrad um rund 7 Prozentpunkte. Danach stehen die Chancen gut, dass der Deckungsgrad alleine aufgrund der Anlagestrategie aus eigener Kraft erhöht werden kann. Dies vor allem darum, weil mit den neuen versicherungstechnischen Grundlagen die Sollrendite von heute rund 3% per 1. Januar 2017 auf 2% sinkt. Bei der Sollrendite handelt es sich um die Rendite, die notwendig ist, um den Deckungsgrad unverändert zu halten. Jeder Franken, der zusätzlich erwirtschaftet wird, trägt künftig zur Erhöhung des Deckungsgrades bei.

Umstellung auf aussagekräftigere Generationentafeln
Mit dem Wechsel von den «Periodentafeln» zu den «Generationentafeln» soll auch der systemfremden Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden entgegengewirkt werden. 450 Millionen Franken betrug die Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden im Jahr 2014. Davon sind 280 Millionen Franken auf die Zinsdifferenzen zurückzuführen. Den Rest machen Sanierungsbeiträge und Pensionierungsverluste aus. 

Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden stoppen
Gemäss dem heute geltenden Vorsorgereglement werden bei einem Deckungsgrad von 90% bis 100% die Sparguthaben der Arbeitnehmenden um 0,5-Prozentpunkte reduziert verzinst. Die Sparguthaben der Arbeitnehmenden werden folglich zu 0,75% statt 1,25% (BVG-Mindestzinssatz 2016) verzinst.

Das den laufenden Altersrenten zugrundeliegende Kapital wird fix zu 3,25% verzinst. Den Rentenbeziehenden wird folglich mehr als viermal so viel Zins gutgeschrieben wie den Aktivversicherten. Insgesamt beträgt die durchschnittliche Umverteilung pro Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden jährlich über 5’500 Franken.

Berechnung Ihres persönlichen Verzichts zugunsten der Rentenbeziehenden
Berechnen Sie untenstehend durch die Eingabe Ihres Jahrgangs Ihren persönlichen Zinsverzicht im 2016. Das Simulationstool berechnet diesen mit dem durchschnittlichen Sparguthaben und dem eingegebenen Jahrgang. Durch die Angabe Ihres persönlichen Sparguthabens (Punkt 5 auf dem Vorsorgeausweis), wird der Zinsverzicht exakt ausgewiesen.

Um diese Umverteilung von den Aktivversicherten zu den Rentenbeziehenden zu stoppen, hat der Stiftungsrat den technischen Zinssatz per 1. Januar 2017 auf 2% reduziert. In der Folge wird das den Renten zugrundeliegende Kapital noch mit diesem Zinssatz verzinst. Gleichzeitig müssen die Arbeitnehmenden voraussichtlich erst ab einem Deckungsgrad von unter 90% eine Minderverzinsung in Kauf nehmen. Dies ist möglich weil mit den neuen versicherungstechnischen Grundlagen die Sollrendite von 3% auf 2% gesenkt werden kann.

Eine Gleichbehandlung der Aktivversicherten und Rentenbeziehenden ist gegeben, wenn beide Guthaben gleich hoch verzinst werden, resp. beiden im gleichen Umfang Leistungsverbesserungen zugestanden werden können. Der Stiftungsrat hat beschlossen, bei künftigen Leistungsverbesserungen für Rentenbeziehende (z.B. Teuerungszulagen) zu berücksichtigen zu welchen Konditionen die Altersrenten berechnet wurden.

Neue Umwandlungssätze
Die Anwendung der Generationentafeln als Bemessungsgrundlage bedeutet, dass künftig jahrgangsabhängige Umwandlungssätze angewendet werden. Eine Person, die beispielsweise in drei Jahren 65 Jahre alt wird und in Pension geht, hat künftig einen leicht höheren Umwandlungssatz, als eine Person, die erst ein Jahr später 65 wird. Denn die jüngere Person hat dann bereits eine um über einen Monat längere Lebenserwartung.

Umwandlungssätze ab 1. Januar 2017

Alter

Heute

Neu

 

 

1952

1953

1954

1955

1956

1957

...

60

5,54%

 

 

 

 

 

4,27%

...

61

5,66%

 

 

 

 

4,38%

4,37%

...

62

5,78%

 

 

 

4,49%

4,48%

4,47%

...

63

5,90%

 

 

4,61%

4,60%

4,59%

4,58%

...

64

6,05%

 

4,74%

4,73%

4,72%

4,71%

4,70%

...

65

6,20%

4,87%

4,86%

4,85%

4,84%

4,83%

4,82%

...

66

6,35%

5,01%

4,99%

4,98%

4,97%

4,96%

4,95%

...

...

...

...

...

...

...

...

...

...