BVK - Personlavorsorge des Kantons Zürich BVK



30. September 2017

Performance (YTD):
6,2%
Deckungsgrad:
97,3%

Leistungsverbesserungen an Rentner

Die Gleichbehandlung aller Rentenbeziehenden und versicherten Arbeitnehmenden ist ein wichtiger Grundsatz der BVK. Konkret möchte die BVK beiden gleich hohe Zinsen gutschreiben. Zu diesem Zweck hat die BVK einerseits einen Beteiligungsmechanismus festgelegt und andererseits ein Modell entwickelt, das den Jahrgang und den effektiven Pensionierungszeitpunkt eines Rentenbeziehenden berücksichtigt (Kohortenmodell).

Anhand des deckungsgradabhängigen Beteiligungsmechanismus hält die BVK bereits seit einigen Jahren im Vorsorgereglement fest, unter welchen Voraussetzungen für Arbeitnehmende und Arbeitgeber Sanierungsmassnahmen fällig werden und wann Leistungsverbesserungen für die Rentenbeziehenden und Aktivversicherten gewährt werden. Dieses System hilft, die Aktivversicherten und Rentenbeziehenden in Bezug auf die Zinsen gleich zu behandeln und dient gleichermassen dem finanziellen Gleichgewicht der BVK.

Deckungsgradabhängiger Beteiligungsmechanismus

Deckungsgrad

Sanierungsbeitrag AG
in % des versicherten Lohnes

Verzinsung des Sparguthabens

<90%

2,5%

0%

90% bis 100%

-

BVG Mindestzinssatz

100% bis 115%

-

Technischer Zins 2%
(mind. BVG-Zinssatz)

>115%

-

Leistungsverbesserung für
Aktivversicherte und Rentenbeziehende

Hinweis
Massgebend für den Wechsel der Deckungsgradklasse ist der im Geschäftsbericht ausgewiesene Deckungsgrad.

Beteiligungsmechanismus massgebend für Leistungsverbesserungen
Ab einem Deckungsgrad von mind. 100% werden die Sparguthaben der Arbeitnehmenden gleich verzinst wie das den laufenden Renten zugrundeliegende Guthaben, nämlich zum technischen Zins von 2%. Im Beteiligungsmechanismus ist weiter festgehalten, dass ab einem Deckungsgrad von mind. 115% weiterführende Leistungsverbesserungen – auch den Rentenbeziehenden – gewährt werden. Pensionskassen dürfen Leistungsverbesserungen an Rentenbeziehende gewähren, nachdem sie die notwendigen Reserven zur Sicherstellung der ordentlichen Leistungen aufgebaut haben.

Kohortenmodell schafft Fairness zwischen den Rentnergenerationen
Die BVK hat – wie die meisten der über die Jahre gewachsenen Pensionskassen – in ihrem Bestand laufende Altersrenten, die mit Umwandlungssätzen von zwischen 4,87% und 7,2% (Alter 65) berechnet wurden. Teilweise wurden zudem umfangreiche Abfederungsmassnahmen gewährt. Es stellt sich deshalb die Frage der fairen Verteilung zwischen den Rentnergenerationen. Im Vorsorgereglement wird deshalb bereits heute für jeden Rentnerjahrgang einfach und transparent festgehalten, wie hoch das bei der Pensionierung abgegebene Zinsversprechen war. Dabei werden der angewendete Umwandlungssatz sowie die in den letzten 10 Jahren vor der Pensionierung dem Jahrgang zugesprochenen Aufwertungsgutschriften berücksichtigt. Dieser Zinssatz wird dann Jahr für Jahr der effektiven Verzinsung der Sparguthaben der Arbeitnehmenden gegenübergestellt. Auf dieser Basis wird entschieden, ob und welche Jahrgänge bei einem Deckungsgrad von mindestens 115% in den Genuss von Leistungsverbesserungen kommen. Die BVK nennt das Modell Kohortenmodell, weil es sich am Jahrgang und dem effektiven Pensionierungszeitpunkt eines Rentners orientiert.