BVK - Personlavorsorge des Kantons Zürich BVK



30. April 2017

Performance (YTD):
3,5%
Deckungsgrad:
95,4%

Häufige Fragen

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  • BVK 2017

    Die Tafel, auch Sterbetafel genannt, gibt Auskunft, wie viele Personen einer grossen Gruppe pro Altersjahr sterben. Es lassen sich die Lebenserwartung eines neugeborenen Kindes und die Lebenserwartung einer Person in einem bestimmten Alter errechnen. Für die Berechnung des Umwandlungssatzes ist die Lebenserwartung einer Person im Alter von 65 Jahren wichtig. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Systeme: die Periodentafel und die Generationentafel.  

  • Die Periodentafel ist eine Momentaufnahme. Die durchschnittliche Lebenserwartung eines 10-jährigen Kindes wird im gleichen Zeitraum wie jene einer 65-jährigen Person gemessen. Das 10-jährige Kind wird aber in 55 Jahren, wenn es 65-jährig ist, höchstwahrscheinlich eine höhere Lebenserwartung haben, als eine heute 65-jährige Person. Die Generationentafel berücksichtigt die steigende Lebenserwartung und zwar auch nach Pensionierung. Unter Experten gilt diese Grundlage als zuverlässiger.

  • Gemäss Generationentafel lebt der Mensch länger als gemäss Periodentafel, denn die steigende Lebenserwartung wird bereits einberechnet. Das ist wichtig für die Festsetzung des Umwandlungssatzes: Wird von einer zu tiefen Lebenserwartung ausgegangen, erhalten die Rentenbeziehenden pro Jahr eine zu hohe Rente. Das Geld, das sie während ihrer Berufstätigkeit für ihre eigene Rente angespart haben, reicht so eigentlich nicht bis zum Lebensende. Die Rente ist aber bis zum Tod garantiert, das fehlende Geld muss deshalb über den Kapitalmarkt erwirtschaftet oder von Berufstätigen querfinanziert werden. Diese systemwidrige Umverteilung findet bereits heute statt.

  • Der Deckungsgrad entspricht dem Verhältnis des effektiv vorhandenen Vermögens zum versicherungstechnisch notwendigen Vorsorgevermögen. Bei einem Deckungsgrad von unter 100% wird von einer Unterdeckung gesprochen, bei über 100% von Überdeckung. Im Vergleich zum versicherungstechnischen Deckungsgrad (offizieller Deckungsgrad) liegt der ökonomische Deckungsgrad tiefer, weil in diesem Fall das den laufenden Renten zugrundeliegende Kapital mit einem risikofreien Zinssatz berechnet wird. Diese Methode entspricht eher der Risikofähigkeit einer Pensionskasse.

  • Der technische Zinssatz ist die rechnerische Grösse, die dem langfristig mit grosser Sicherheit erwarteten Anlageertrag entsprechen sollte. Mit anderen Worten: derjenige Zinssatz, der in Zukunft auf dem verbleibenden Kapital im Durchschnitt erwirtschaftet werden muss, um die laufenden Renten zahlen zu können. Wird der technische Zinssatz reduziert, muss das den laufenden Renten zugrundeliegende Kapital erhöht werden, damit die Renten in unveränderter Höhe weiterhin geleistet werden können.

  • Der Umwandlungssatz ist der Prozentsatz, mit welchem das Sparguthaben im Zeitpunkt des Altersrücktrittes in die jährliche Altersrente umgerechnet wird. Beispiel: Rücktrittsalter 65, Sparguthaben 500’000 CHF, Umwandlungssatz 4,87%. Die jährliche Rente beträgt 4,87% von 500’000 CHF, also 24‘350 CHF.

  • Der technische Zinssatz hat einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Renten-Umwandlungssatzes. Je höher der Zinssatz ist – und in der Folge auch die erwartete Rendite – desto höher ist auch die berechnete Rente. Die Senkung des technischen Zinssatzes betrifft folglich auch die bereits laufenden Renten. Da diese Renten aber nicht reduziert werden dürfen, muss das ihnen zugrunde liegende Kapital erhöht wer-den, d.h. die Verpflichtungen der BVK steigen.

  • Als Berechnungsgrundlage zur Festsetzung der neuen Umwandlungssätze dienten die offiziellen versicherungstechnischen Grundlagen für Pensionskassen «VZ 2010». Diese basieren auf Datenmaterial von insgesamt 21 öffentlich-rechtlicher Kassen, wobei die BVK wegen ihres grossen Versichertenbestandes einen wesentlichen Teil davon ausmacht. Die «VZ 2010» werden üblicherweise von Pensionskassen mit überwiegend öffentlich-rechtlichen Kunden als Grundlage verwendet. Diese Grundlagen sind nötig, um beispielsweise die Lebenserwartung pro Jahrgang zu ermitteln. Die zweite massgebende Berechnungsgrundlage ist der technische Zinssatz. Dabei handelt es sich um den für einen Rentenbeziehenden lebenslang garantiert Zinssatz. Die BVK hat diesen auf 2% festgesetzt. Basis dafür bildet die langfristige Renditeerwartung von 2,8%, diese kann variieren, weshalb der technische Zinssatz tiefer angesetzt werden muss. Mit diesen Grundlagen werden für die BVK die Voraussetzungen geschaffen, aus eigener Kraft einen stabilen Deckungsgrad erreichen zu können, wodurch sie künftige auch wieder Teuerungszulagen auf laufende Renten gewähren kann.

  • Mit den zurzeit verwendeten versicherungstechnischen Grundlagen wird die finanzielle Situation nicht korrekt abgebildet. Die Rentenbeziehenden leben heute länger, als bei der Berechnung der Altersrente zum Zeitpunkt der Pensionierung angenommen wurde. Diese zusätzliche Verpflichtung sowie das seit Jahren anhaltende tiefe Zinsumfeld zwingen die Pensionskassen dazu, ihre Grundlagen anzupassen.

  • Ob sich eine Frühpensionierung lohnt, muss jeder Versicherte individuell überprüfen. Die BVK hat die Abfederungsmassnahmen auf ältere Versicherte oder solche, die kurz vor der Pensionierung stehen, ausgelegt. Das heisst, deren Sparguthaben wird erhöht, ohne dass dies die Betroffenen direkt mitfinanzieren müssen. Ausserdem gibt es für Versichert ab Alter 60 einen frankenmässigen Besitzstand. Damit soll verhindert werden, dass Versicherte aufgrund der beschlossenen Massnahmen vorzeitig in die Pensionierung gedrängt werden. Die BVK bietet den Versicherten auf Wunsch Unterstützung und Beratung an.

  • Alle Aktivversicherten werden im ersten Quartal 2016 über ihre persönliche Vorsorgesituation informiert. Hier finden Sie ein Rechentool zur Simulation eines Vergleiches der bisherigen und der neuen Altersrente.

  • Bisher wurde monatlich 1/60 Ihrem individuellen Sparguthaben gutgeschrieben. Per 1. Januar 2017 erfolgt die Überweisung der letzten 12/60. Somit ist diese Abfederungsmassnahme ein Jahr früher abgeschlossen als ursprünglich geplant.

  • Die Aufwertungsgutschriften werden über 5 Jahre monatlich Ihrem Sparkapital gutgeschrieben, d.h. monatlich zu 1/60. Bei einer Pensionierung werden Ihnen die offenen Aufwertungsgutschriften komplett überschrieben. Bei einem Austritt aus der BVK verfallen sie.

  • Die Aufwertungsgutschriften werden über 5 Jahre monatlich Ihrem Sparkapital gutgeschrieben, d.h. monatlich zu 1/60. Die beim Austritt (nicht Pensionierung, nicht Invalidisierung) ausstehenden Aufwertungsgutschriften werden nicht übertragen.

  • Der Überbrückungszuschuss bleibt eine Vertragsoption des Arbeitgebers. Es sind seitens der BVK keine Änderungen geplant

  • Massgebend ist der im Geschäftsbericht ausgewiesene Deckungsgrad per Ende Jahr. Abhängig davon sind die Verzinsung der Sparguthaben und die Sanierungsbeiträge. Es wird jährlich geprüft, ob der Deckungsgrad gemäss untenstehendem Beteiligungsmechanismus in eine andere Kategorie fällt.

  • Massgebend ist diejenige Fassung, welche bei Eintritt des Versicherungsfalles Gültigkeit hat. Bei einer (Teil-)Pensionierung per 31. Dezember 2016 ist der Eintritt des Versicherungsfalles der 1. Januar 2017 und somit die reglementarischen Vorgaben ab Januar 2017 massgebend, inklusiv beschlossenen Abfederungsmassnahmen.

  • Die Vorsorgeleistungen der BVK gehen weit über das gesetzliche Vorgeschriebene hinaus, beispielsweise sind bei der BVK die Sparbeiträge mehr als doppelt so hoch, als dies gemäss Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge vorgeschrieben ist. Insgesamt sind deshalb die gesetzlichen Mindestvorgaben bei Weitem eingehalten.

  • Die BVK unterscheidet bei der Berechnung von Vorsorgeleistungen nicht zwischen den Geschlechtern.

  • Die statistisch ermittelte Lebenserwartung hat einen grossen Einfluss auf den Umwandlungssatz. Indem jüngeren Personen tiefere Umwandlungssätze zugeordnet werden als älteren Personen, trägt man auch der künftig steigenden Lebenserwartung Rechnung.

  • Die Pensionskasse prüfen ihre technischen Grundlagen jährlich. In der Vergangenheit wurden sie ungefähr alle fünf Jahre angepasst. Neu ist aber die künftige Lebenserwartung bereits berücksichtigt, was die Häufigkeit der Anpassung reduzieren könnte.

  • Laufende Altersrenten sind gemäss Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge garantiert. Sie sind in der Folge von der Umstellung nicht betroffen.

  • Nein, dank der Besitzstandgarantie ist die per 31. Dezember 2016 berechnete Altersrente als Mindestrente garantiert.

  • Die heutigen Rentenbeziehenden der BVK sind zu unterschiedlichen Bedingungen in Pension gegangen. Bei Pensionierungen vor 2014 wurde die Rentenhöhe mit einem technischen Zinssatz von 4% ermittelt. Bei Pensionierungen ab 2014 bis Ende 2016 liegt ein technischer Zinssatz von 3,25% zugrunde und ab 2017 wird mit 2% gerechnet. Der Stiftungsrat wird eine faire Lösung ausarbeiten, damit Rentenbeziehende, deren Rente ein tieferer Zinssatz zugrunde liegt, früher eine allfällige Teuerungszulage gewährt wird als bei den Rentenbeziehenden mit höheren Renten.

  • Die Reduktion der Umwandlungssätze wird von verschiedenen Massnahmen begleitet:

    • Die Sparbeiträge für Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden generell erhöht, wobei des Beitragsverhältnis (60% Arbeitgeber, 40% Arbeitnehmer) unverändert bleibt. Dadurch ist sichergestellt, dass das modellmässige Leistungsniveau der BVK insgesamt gleich bleibt.
    • Weil diese Sparbeitragserhöhung älteren Versicherten, die vor der Pensionierung stehen, weniger bringt, wurden zusätzlich Abfederungsmassnahmen beschlossen. Die individuellen Spargutschriften für Versicherte, die im Jahr 2016 48 Jahre alt werden (Jahrgang 1968 und älter), werden erhöht.
    • Für alle, die per 31. Dezember 2016 mindestens 60 Jahre alt sind wird ausserdem die Rente berechnet, die ausbezahlt würde, wenn sie per 31. Dezember 2016 – also einen Tag vor Reglementsänderung in Pension gingen. Diese wird als frankenmässiger Besitzstand gewährt. Diese Massnahme hat zum Ziel, dass niemand wegen der Umwandlungssatzreduktion in Pension «gedrängt» wird.
  • Die bisherigen Risikoleistungen bleiben bestehen.

  • Entscheidend für Leistungen in der Altersvorsorge sind immer auch die Zinserwartungen. Ob das Leistungsniveau im individuellen Fall erhalten werden kann, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Im Median (d.h., gleichviele Abweichungen sind höher resp. tiefer) beträgt die mutmassliche Rentenreduktion, ausgehend von der heutigen Zinserwartung, 8 %. Bei Versicherten, welche sich sehr stark eingekauft, ihren Beschäftigungsgrad reduziert oder heute einen deutlich tieferen Lohn als früher haben, kann die Abweichung höher sein. Bei Versicherten mit hohen Einkaufslücken, z.B. infolge fehlender Beitragsjahre bei Frauen, ist die Abweichung tiefer. Als Massnahme für ältere Versicherte oder solche die kurz vor der Pensionierung stehen, wurden Abfederungsmassnahmen beschlossen damit der Wechsel sozialverträglich ist.

  • Die Versicherten erhalten per 31. Dezember 2016 einen Vorsorgeausweis mit der Stichtagsbesitzstandrente und den Aufwertungsgutschriften.

  • Basis für die Aufwertung sind die Sparguthaben der Aktivversicherten am 31. Dezember 2016 abzüglich folgender Beträge, welche mit Valuta nach dem 7. Juli 2015 eingehen:

    • Persönliche Einkäufe
    • Rückzahlungen von Vorbezügen
    • Wiedereinkäufe aus Ehescheidung
    • Freizügigkeitsleistungen soweit diese mehr als 6 Monate nach Eintritt in die BVK eingebracht wurden
  • Eintritt

    Die BVK ist die Vorsorgeeinrichtung für die Angestellten des Kantons Zürich. Viele politische Gemeinden, Schul- und Kirchgemeinden sowie verschiedene öffentlich-rechtliche Körperschaften und dem Kanton nahestehende Institutionen haben sich ebenfalls der BVK angeschlossen.

  • Sie werden in die BVK aufgenommen, wenn Sie ein unbefristetes Arbeitsverhältnis eingehen und ein Jahressalär von mehr als 21’150 CHF erzielen (Stand 1.1.2016). Bei Anstellungen, die weniger als ein Jahr gedauert haben, wird der Lohn auf ein Jahr hochgerechnet.

    Beispiel
    Sie verdienen während einer viermonatigen Anstellung 20‘000 CHF.

    Sie werden in die BVK aufgenommen, weil die jährliche Eintrittsschwelle von 21‘150 CHF ebenfalls auf vier Monate heruntergerechnet wird. Sie beträgt somit nur noch 7‘050 CHF (21‘150 CHF / 12 Monate x 4 Monate).

    Behörden- und Gerichtsdolmetscher/-innen
    Sie gelten sozialversicherungsrechtlich als unselbstständig erwerbstätig. Sie werden aufgenommen, sofern die finanzielle Eintrittsschwelle erreicht wird.

    Behördenmitglieder, z.B. Gemeinderat, Schulpflege
    Sie werden aufgenommen, sofern die feste Grundentschädigung die Eintrittsschwelle erreicht.

  • Selbst wenn Sie mit Ihrem Einkommen die Eintrittsschwelle erreichen, werden Sie in folgenden Fällen nicht versichert:

    • Ihre Anstellung ist befristet und erfolgte für höchstens drei Monate.

    • Sie üben nur eine Nebenbeschäftigung aus undsind im Hauptberuf obligatorisch versichert.

    • Sie üben nur eine Nebenbeschäftigung aus und sind hauptberuflich selbstständig erwerbend (Formular «Erklärung Nebenerwerb/Haupterwerb»).

    • Sie sind im Sinne der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zu mindestens 70% invalid.

  • Massgebend ist das vom Arbeitgeber gemeldete Salär. Dieses beinhaltet den Jahreslohn sowie regelmässige Zulagen. Dieser Lohn kann vom effektiven Bruttolohn auf dem Lohnausweis abweichen.

    Nicht als regelmässige Zulagen gelten
    Dienstaltersgeschenke, Vergütungen für Überzeit, Barabgeltungen der Ferien, Einmalzulagen, Prämien aus betrieblichem Vorschlagswesen, Sitzungsgelder, Honorare und Abfindungen. 

    Behördenentschädigungen
    Diese bestehen meist aus einer Grundentschädigung (Pauschale), Sitzungsgeldern und Spesen. Als anrechenbarer Lohn gilt nur die Grundentschädigung.

  • Selbstständigerwerbende, die bisher nicht einer beruflichen Vorsorgeeinrichtung angeschlossen waren, konnten jährlich bis zu 33‘840 CHF (Stand 2016) oder maximal 20% des Erwerbseinkommens steuerbegünstigt in die Säule 3a einzahlen. Nach der Aufnahme in die BVK gilt der Maximalbetrag von 6‘768 CHF (Stand 2016). Dafür entstehen normalerweise steuerbegünstigte Einkaufsmöglichkeiten in der BVK.

  • Frühestens im Alter 18 werden Sie für die Risiken Tod und Invalidität versichert. Der Sparprozess für die Altersvorsorge beginnt am 1. Januar des Jahres, in dem die versicherte Person 21 Jahre alt wird.

  • Der versicherte Lohn entspricht dem vom Arbeitgeber gemeldeten anrechenbaren Jahreslohn (AHV-pflichtiges Einkommen), vermindert um den AHV-Koordinationsabzug. Dadurch versichern AHV/IV und BVK nicht die gleichen Lohnanteile.

    Der versicherte Lohn ist einerseits die Grundlage für die Berechnung der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an die BVK, andererseits für die Berechnung der Leistungen im Invaliditäts- und Todesfall.

  • Bei einer Beschäftigung von 100% entspricht der Koordinationsabzug 24‘675 CHF (Stand 2016). Bei einer Teilbeschäftigung wird der Koordinationsabzug entsprechend dem Beschäftigungsgrad angepasst.

  • Die Finanzierung der Leistungen erfolgt durch die Beiträge der Arbeitnehmenden, die Beiträge der Arbeitgeber sowie durch die Vermögenserträge (Zinsen). Der Arbeitgeber übernimmt standardmässig 60% der Beiträge, der Arbeitnehmende 40%. Die Beiträge werden jeden Monat direkt vom Lohn abgezogen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen an die BVK überwiesen.

  • Die geschuldeten Beiträge bestehen aus Sparbeiträgen für die Altersvorsorge und Risikobeiträgen für die Invaliditäts- und Todesfallversicherung. Die genauen Zahlen entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt «Aufnahme in die BVK».

  • Versicherte können ab 2017 mitbestimmen, wie viel Alterskapital sie ansparen wollen. Zur Wahl stehen drei Sparbeitragsvarianten:
    a) Variante «Basis» (-2%)
    b) Variante «Standard»
    c) Variante «Top» (+2%)

    In der Beitragsvariante «Basis» zahlen Sie 2-Prozentpunkte weniger ein als in der Beitragsvariante «Standard». In der Beitragsvariante «Top» zahlen Sie 2-Prozentpunkte mehr ein als in der Beitragsvariante «Standard». Standardmässig sind alle Versicherten der Variante «Standard» zugeteilt.

    Weitere Informationen finden Sie in unserem Merkblatt «Flexibel sparen mit Beitragsvarianten» oder auf unserer Internetseite www.bvk.ch/beitraege.

  • Sie sind verpflichtet, bei Aufnahme in die BVK alle Freizügigkeitsleistungen früherer Vorsorge- und Freizügigkeitseinrichtungen einzubringen. Dadurch erhöht sich das für die Berechnung Ihrer Altersrente massgebende Sparkapital.

  • Sobald Sie die Freizügigkeitsleistung Ihrer vorherigen Vorsorgeeinrichtung an die BVK übertragen haben, können wir prüfen, ob eine Vorsorgelücke besteht. Eine allfällige Lücke können Sie mit persönlichen Einkäufen freiwillig schliessen. Informationen dazu finden Sie auf dem Merkblatt «Persönlicher Einkauf».

  • Einkauf

    Aktivversicherte und Invalidenrentenbeziehende können sich steuerbegünstigt bis zu den maximalen reglementarischen Altersleistungen einkaufen. Der Einkauf dient der Verbesserung des Vorsorgeschutzes durch Erhöhung des Sparguthabens. Allfällige Lücken können beispielsweise durch das Fehlen von Beitragsjahren, bei Lohnerhöhungen oder bei Scheidungen entstanden sein. Darüber hinaus sind Einkäufe zum Auskauf der Rentenkürzung bei einer vorzeitigen Pensionierung möglich.

  • Versicherte, die einen Vorbezug für Wohneigentum getätigt haben, können persönliche Einkäufe erst leisten, wenn der Vorbezug zurückbezahlt ist. Wiedereinkäufe infolge einer Ehescheidung sind in der Höhe der erfolgten Scheidungsüberweisung jederzeit möglich.

    Wenn Sie aus dem Ausland zugezogen sind und zuvor nie einer Vorsorgeeinrichtung in der Schweiz angeschlossen waren, beschränkt sich Ihre maximale jährliche Einkaufssumme in den ersten 5 Jahren nach dem Zuzug auf 20% Ihres versicherten Lohnes.

    Wenn Sie früher selbstständig erwerbend waren und über Guthaben in der Säule 3a verfügen, prüft die BVK, ob Ihnen diese bei der maximal möglichen Einkaufssumme anzurechnen sind.

    Ein persönlicher Einkauf (im Gegensatz zur Rückzahlung des Vorbezugs für Wohneigentum) ist vom steuerpflichtigen Einkommen absetzbar. Bitte klären Sie Fragen zur Abzugsberechtigung mit dem zuständigen Steueramt.

  • Einkäufe inklusive Zinsen sind während drei Jahren für Kapitalbezüge gesperrt (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung).

    Persönliche Einkäufe in die Pensionskasse können in der Regel vom steuerpflichtigen Einkommen abgezogen werden. Dieser Steuervorteil wird Ihnen rückwirkend von den Steuerbehörden nicht mehr zugestanden, falls Sie innerhalb von drei Kalenderjahren nach dem Einkauf einen Kapitalbezug geltend machen (Vorbezug oder Bezug bei Pensionierung). Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig die steuerlichen Auswirkungen bei der zuständigen Steuerbehörde abzuklären.

    Bitte beachten: Ein getätigter Einkauf in die BVK kann nicht rückgängig gemacht werden.

  • Die Höchstansätze für Einkäufe sind nach Alter festgelegt. Sie finden die genauen Zahlen sowie ein Beispiel für die Berechnung einer Höchsteinkaufssumme in unserem Merkblatt «Persönlicher Einkauf».

    Bitte beachten:

    • Pro Jahr sind mehrere Einkäufe möglich.
    • Einkäufe können bis 1 Monat vor Austritt/Pensionierung geleistet werden.
    • Ein persönlicher Einkauf ist auch während der Weiterführung des Arbeitsverhältnisses nach Alter 65 möglich. Das Einkaufspotenzial beschränkt sich jedoch auf jenes im Alter 65.

  • Gerne erstellen wir Ihnen eine Einkaufs-Offerte. Sie können diese telefonisch anfordern oder über das Online-Formular  bestellen.

    Wichtig: Für den persönlichen Einkauf erhalten Sie von uns eine Rechnung. Einzahlungen ohne vorgängige Rechnungsstellung unsererseits müssen wir zurückweisen.

  • Sie erhalten nach Eingang Ihres Einkaufsbetrages automatisch eine Bestätigung zugestellt.

  • Ein Einkauf wird von der Einzahlung bis zum Rücktritt zurzeit mit dem Zinssatz von 1,25% verzinst (Stand 2015). Der aufgezinste Einkaufsbetrag wird im Rücktrittszeitpunkt mit dem Umwandlungssatz in eine jährliche Rentenverbesserung umgerechnet.

    Die sich aus einem Einkauf ergebende Rentenverbesserung kann nicht im voraus genau berechnet werden, da wir insbesondere die zukünftigen Zinssätze nicht kennen. Ob sich ein freiwilliger Einkauf für Sie lohnt, lässt sich aufgrund einer einlässlichen Prüfung Ihrer persönlichen und finanziellen Verhältnisse durch Ihren Finanzberater beurteilen.

  • Flexibel sparen

    Arbeitnehmende und Arbeitgebende leisten ihre monatlichen Sparbeiträge gemeinsam. Bei der BVK finanziert der Arbeitgeber 60% der Beiträge, Ihr Anteil beträgt standardmässig entsprechend 40%. Das angesparte Kapital wird, für die Finanzierung Ihrer Altersleistungen verwendet (Rente oder Kapital). Je grösser Ihr Sparguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung, desto höher sind Ihre Altersleistungen – und umgekehrt.

  • Zur Wahl stehen drei Sparbeitragsvarianten:

    • Variante «Basis» (-2%)
    • Variante «Standard»
    • Variante «Top» (+2%)


    Mit der Beitragsvariante «Basis» zahlen Sie 2-Prozentpunkte weniger ein als mit der Beitragsvariante «Standard». Mit der Beitragsvariante «Top» zahlen Sie 2-Prozentpunkte mehr ein als mit der Beitragsvariante «Standard». Standardmässig sind alle Versicherten der Variante «Standard» zugeteilt.

    Die Sparbeiträge nach Beitragsvariante ab 1. Januar 2017 finden Sie hier.

  • Ihre Vorteile, wenn Sie eine höhere Sparbeitragsvariante wählen

    • Ihr Sparguthaben wächst schneller – und damit auch Ihre späteren Altersleistungen.
    • Bei einem Arbeitgeberwechsel mit Austritt aus der BVK erhöht sich das Sparguthaben, das Sie mitnehmen können.
    • Die höheren Sparbeiträge verringern Ihren Nettolohn - die Einkommenssteuer sinkt.
    • Ihr Einkaufspotenzial steigt.
    • Persönliche Einkäufe sind aus steuerlichen Gründen während drei Jahren für einen Kapitalbezug gesperrt. Höhere Sparbeiträge sind von dieser Regelung nicht betroffen.


    Überlegungen für die Wahl der Variante «Top»

    • Sie legen Wert auf sehr gute Pensionskassenleistungen im Alter. Deshalb sind Sie bereit, freiwillig mehr Sparguthaben anzusparen. Dass der Nettolohn dadurch etwas kleiner ausfällt, macht Ihnen nichts aus.
    • Sie wollen Ihr Sparguthaben trotz offenem Vorbezug für Wohneigentum erhöhen.
    • Sie suchen eine Alternative zu einem persönlichen Einkauf in die BVK.
    • Sie können keine persönlichen Einkäufe mehr leisten, weil Sie das Einkaufspotenzial bereits ausgeschöpft oder einen Vorbezug für Wohneigentum getätigt haben.
  • Ihre Vorteile, wenn Sie eine tiefere Sparbeitragsvariante wählen

    • Die monatlichen Lohnabzüge sinken, Ihr Nettolohn steigt.
    • Sie können Ihre private Sparquote flexibler handhaben (dritte Säule).


    Überlegungen für die Wahl der Variante «Basis»

    • Sie befinden sich vorübergehend in einer finanziell angespannten Lage.
    • Sie legen eher mehr Gewicht auf die private Vorsorge (dritte Säule).
    • Sie sind vermögend und im Alter weniger auf die Leistungen der Pensionskasse angewiesen.
    • Sie sind sich bewusst, dass Ihre Altersleistungen in der Variante «Basis» tiefer ausfallen als bei den beiden anderen Varianten.
  • Wenn Sie keine Wahl treffen, sparen Sie Ihr Sparguthaben automatisch mit der Beitragsvariante «Standard» an.

  • Wählen Sie Ihre bevorzugte Sparvariante bequem und schnell auf unserer Webseite. Treffen Sie Ihre Wahl bis jeweils spätestens am 30. November. Die Zugangsdaten finden Sie auf dem Begleitbrief zum Newsletter «Kontext Juni 2016» (Eintretende ab Juni 2016 auf ihrem Vorsorgeausweis). Sie finden das Online-Tool auf www.bvk.ch/beitraege.

    Sie können Ihre Beitragsvariante auch brieflich ändern. Benutzen Sie das Formular«Antrag zur Änderung der Beitragsvariante» und stellen Sie uns dieses unterschrieben per Post zu.

  • Treffen Sie Ihre Wahl bis spätestens 30. November. Die von Ihnen gewählte Sparbeitragsvariante gilt ab dem 1. Januar des Folgejahres und solange, bis Sie eine andere Wahl treffen.

    Bitte beachten: Eine Änderung nach dem 30. November ist erst auf das übernächste Jahr wirksam.

  • Nein. Beim Eintritt sind Sie automatisch in der Sparbeitragsvariante «Standard» versichert. Sie können erstmals auf den Januar des Folgejahres eine andere Sparbeitragsvariante wählen (bis spätestens 30. November).

  • Aktivversicherte können jährlich auf den 1. Januar die Beitragsvariante ändern. Die Wahl muss bis zum 30. November erfolgen. Wenn Sie nach dem 30. November wählen, wirkt sich das nicht ab 1. Januar des folgenden Jahres, sondern ab dem 1. Januar des übernächsten Jahres aus. Die gewählte Beitragsvariante gilt solange, bis die versicherte Person eine andere Wahl trifft.

  • Nein. Die Arbeitgeberbeiträge sind unabhängig von Ihrer Wahl immer gleich hoch. Das Gleiche gilt auch für die Risikobeiträge der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden.

  • Nein. Die BVK informiert Ihren Arbeitgeber nach Meldeschluss über Ihre Wahl. Die neuen Arbeitnehmersparbeiträge werden Ihnen im Januar des Folgejahres erstmals vom Lohn abgezogen.

  • Sie müssen die Sparbeitragsvariante nur einmal ändern. Die Wahl gilt immer für alle bei der BVK versicherten Anstellungsverhältnisse.

    Beispiel: Sie wählen ab 1. Januar 2017 die Sparbeitragsvariante «Top». Sie haben seit 2009 eine Anstellung 1 bei Arbeitgeber X. Auf August 2017 folgt eine zusätzliche Anstellung 2 bei Arbeitgeber Y. Sie sparen auch im zweiten Arbeitsverhältnis in der Variante «Top».

  • Nein. Die Berechnungen der Hinterbliebenen- bzw. Invaliditätsleistungen basieren auf dem versicherten Lohn, nicht auf der Höhe des Sparguthabens. Bei Tod oder Invalidität erfolgt die Weiterführung der Beitragsprämien durch die BVK auf der Grundlage der Beitragsvariante «Standard», unabhängig von Ihrer Wahl.

  • Ja, für Junge lohnt sich dies wegen dem Zinseszinseffekt erst recht. So erhöht sich das Sparguthaben, das man bei einem Arbeitgeberwechsel mit Austritt aus der BVK mitnehmen kann. Auch die Altersrente fällt höher aus.

  • Personen mit Jahrgang 1956 und älter, die schon vor 2017 bei der BVK versichert waren, erhalten aufgrund der Reduktion des Umwandlungssatzes per 1.1.2017 einen frankenmässigen Rentenbesitzstand garantiert. Höhere Sparbeiträge und persönliche Einkäufe wirken sich deshalb in einer ersten Phase nur bei einem Kapitalbezug auf die Altersleistungen aus. In den meisten Fällen empfiehlt es sich nicht, die Beitragsvariante «Top» zu.

  • Versicherte: Die Zugangsdaten befinden sich auf dem Begleitschreiben zum Newsletter «Kontext Juni 2016». Ab Frühling 2017 finden alle Versicherten die Zugangsdaten auf Ihrem individuellen Vorsorgeausweis.

    Neu eingetretene Versicherte: Die Policen-Nummer und der persönliche Zugangscode befinden sich auf Ihrem Vorsorgeausweis. Dieser wird/wurde Ihnen zusammen mit der Aufnahmebestätigung zugestellt.

  • Bitte treffen Sie im Online-Tool unter www.bvk.ch/beitraege Ihre Wahl und bestätigen Sie diese. Es öffnet sich ein Bildschirmfenster mit der Bestätigung. Diese können Sie speichern und ausdrucken. Weitere Bestätigungen werden keine versandt.

  • Freizügigkeitsleistungen

    Die Freizügigkeitsleistung ist das Sparguthaben, das Sie auf Ihrem Konto bei der BVK angespart haben. Die Höhe ist auf Ihrem Vorsorgeausweis aufgeführt.

    Die Höhe der Freizügigkeitsleistung entspricht dem im Austrittszeitpunkt vorhandenen Sparguthaben. Dieses setzt sich  zusammen aus den Arbeitnehmer- und Arbeitgebersparbeiträgen, allfälligen persönlichen Einkäufen und aus eingebrachten Freizügigkeitsleistungen sowie den Zinsen.

  • Die Freizügigkeitsleistung (auch Austrittsleistung genannt) wird grundsätzlich fällig, wenn eine ver­sicherte Person ihr Arbeitsverhältnis beendet und in der Folge aus der BVK austritt. An­spruch auf Freizügigkeitsleistung hat, wer folgende Voraussetzungen erfüllt:

    • Die versicherte Person hat bei Austritt das 60. Altersjahr nicht vollendet.
    • Es werden keine Invaliditätsleistungen ausbezahlt.
    • Das Arbeitsverhältnis wird nach Vollendung des 60. Altersjahres - aber vor Errei­chung des ordentlichen AHV-Alters – beendet, und die versicherte Person tritt unmittelbar eine neue Anstellung an oder meldet sich beim Regiona­len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos.

  • Bei einem Stellenwechsel ist die BVK gesetzlich dazu verpflichtet, die gesamte Freizügigkeitsleis­tung an die Vorsorgeeinrichtung Ihres neuen Arbeitgebers zu übertragen. Falls Sie in keine neue Vorsorgeeinrichtung eintreten, haben Sie die Wahl zwischen der Überweisung Ihres Pensionskassenguthabens auf ein Freizügigkeitskonto bei einer Bank oder der Eröffnung einer Freizügigkeitspolice bei einer Versicherungsgesellschaft.

    Sie können Ihre berufliche Vorsorge auch bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG weiterzuführen. Informationen dazu erhalten Sie auf www.chaeis.net oder Tele­fon 041 799 75 75.

    Wichtig: Falls Sie uns nicht bis 6 Monate nach Austritt die notwendigen Zahlungsinstruktio­nen zustellen, überweist die BVK Ihre Freizügigkeitsleistung an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (auf ein auf Ihren Namen laufendes Freizügigkeitskonto).

  • Ein Freizügigkeitskonto ist ein Sperrkonto, auf dem Ihr Pensionskassenguthaben deponiert wird. Rentenleistungen sind nicht versichert. Die Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto empfiehlt sich, wenn Sie planen, Ihr Sparkapital später wieder an eine Pensionskasse zu übertragen. Nähere Information dazu erhalten Sie bei Ihrer Bank oder bei der Freizügigkeitsstiftung der Zürcher Kantonalbank, Postfach, 8010 Zürich (Telefon 044 292 41 50) bzw. im Internet unter www.zkb.ch/freizuegigkeit.

    Bei der Freizügigkeitspolice geht es nicht nur um das Deponieren Ihrer Freizügigkeitsleistung, sondern auch um die Versicherung von Rentenleistungen. Deshalb kann die Police nicht ohne Verlust vorzeitig aufgelöst werden. Falls Sie planen, Ihr Pensionskassenguthaben in Kürze wieder an eine Pensionskasse zu übertragen, eignet sich die Freizügigkeitspolice eher weniger. Auskünfte dazu erteilt die policenführende Versicherungsgesellschaft.

  • Ja, unter gewissen Voraussetzungen ist das möglich. Mit Barauszahlung ist gemeint, dass Ihre Freizügigkeitsleistung auf ein nicht gesperrtes Konto überwiesen wird, z.B. auf ein Privatkonto. Bei einem Übertrag auf ein nicht gesperrtes Konto fallen Kapitalsteuern an.

    Eine Barauszahlung ist möglich,...

    1. wenn Sie die Schweiz endgültig verlassen und nicht im Fürstentum Liechtenstein wohnen. Der obligatorische Anteil der Freizügigkeitsleistung («BVG-Altersguthaben») darf nicht bar ausbezahlt werden, wenn Sie in einem EU- oder EFTA-Land weiter obligatorisch gegen die finanziellen Folgen von Alter, Invalidität und Tod versichert sind. Der obligatorische Teil ist in diesem Fall auf ein Freizügigkeitskonto oder auf eine Freizügigkeitspolice in der Schweiz zu überweisen. Der überobligatorische Anteil kann auf ein nichtgesperrtes Konto (z.B. Privatkonto) ausbezahlt werden.
      Sind Sie nicht in einem EU- oder EFTA-Land obligatorisch einer Sozialversicherung angeschlossen, ist die Barauszahlung der vollständigen Freizügigkeitsleistung möglich. Der Nachweis ist durch die versicherte Person zu erbringen. Die Abklärung über die Versicherungspflicht können Sie durch die «Zentralstelle 2. Säule» (www.zentralstelle.ch) vornehmen lassen.
      Wichtig: Die Barauszahlung unterliegt der Quellensteuer und erfolgt erst nach der Aufgabe des Wohnsitzes in der Schweiz. Es ist in jedem Fall eine Abmeldebestätigung der Einwohnerkontrolle einzureichen.
    2. wenn Sie im Haupterwerb eine selbstständige Erwerbstätigkeit aufnehmen und damit der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstellt sind. Der BVK ist in diesem Fall die Bestätigung der AHV-Ausgleichskasse als Selbständigerwerbende/-r im Haupterwerb einzureichen.
      Wichtig: Der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden.
    3. wenn die Freizügigkeitsleistung weniger als einen Jahresbeitrag der versicherten Person beträgt.

    Wichtig: Nicht verheiratete und nicht in eingetragener Partnerschaft lebende versicherte Personen müssen dem Antrag auf Barauszahlung einen aktuellen Personenstandsausweis beilegen. Verheiratete oder in eingetragener Partnerschaft lebende versicherte Personen benötigen die beglaubigte Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners.

  • Nach der Kündigung erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber das Formular «Persönliche Erklärung». Mit diesem Formular teilen Sie uns verbindlich mit, wie wir mit Ihrer Freizügigkeitsleistung verfahren sollen. Bitte beantworten Sie alle Fragen vollständig und senden Sie uns das unterschriebene Formular bis spätestens zum Austritt zu.

  • Scheidung

    In der beruflichen Vorsorge sind registrierte gleichgeschlechtliche Paare den Ehepaaren gleichgestellt (Partnerschaftsgesetz). Mit Heirat ist immer auch die Eintragung einer Partnerschaft gemeint, mit Scheidung auch die Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft.

  • Im Scheidungsfall wird für jeden Ehegatten gesondert ermittelt, um wie viel die Freizügigkeitsleistung bei seiner Pensionskasse während der Dauer der Ehe angewachsen ist. Am Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehedauer ist der andere Partner zur Hälfte zu beteiligen.

  • Ist bereits ein Vorsorgefall eingetreten (Alter oder Invalidität), kann die Teilung der Freizügigkeits­leistung nicht vorgenommen werden. Der Rentenbeziehende hat nach der Schei­dung dem geschiedenen Ehegatten allenfalls eine Entschädigung aus dem Privatvermögen auszurichten. Ob und in welcher Höhe eine Entschädigung geschuldet ist, wird vom Gericht festgelegt unter Berücksichtigung der Ehedauer, der Altersvorsorge der einzel­nen Partner und der gesamten finanziellen Verhältnisse.

  • Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Scheidung
    -  Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Heirat aufgezinst bis zur Scheidung
    = Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehe

  • Sind beide Partner in einer Pensionskasse versichert, wird für beide der Zuwachs der Freizügigkeitsleistung während der Ehe ermittelt und die Differenz überwiesen.

    Ist nur ein Partner in einer Pensionskasse versichert, wird die Hälfte seines Zuwachses dem anderen Partner überwiesen. Die Freizügigkeitsleistung darf nicht auf ein Privatkonto überwiesen werden. Es muss entweder ein Freizügigkeitskonto eröffnet oder eine Freizügigkeitspolice abgeschlossen werden.

    Vor der Heirat geleistete Einkäufe oder getätigte Vorbezüge im Rahmen der Wohneigentumsför­derung werden für die Berechnung des Zuwachses nicht berücksichtigt. Bitte beachten Sie, dass die Wahl des Güterstandes (Errungenschaftsbeteiligung, Gütergemeinschaft und Gütertrennung) keinen Einfluss auf die Berechnung der zu teilenden Freizügigkeitsleistung hat. Falls Sie während der Ehe Einkäufe in die Pensionskasse getätigt und aus dem Eigengut finanziert haben (z.B. aus einer Schenkung oder Erbschaft), können Sie dem Scheidungsgericht die notwendigen Belege vorlegen. Dieses entscheidet dann über die Korrektur der zu teilenden Freizügigkeitsleistung.

  • Die Zuständigkeit liegt allein beim Scheidungsrichter. Die BVK liefert Ihnen zuhanden des Gerichts lediglich die notwendigen Berechnungen. Es ist auch der Scheidungsrichter, welcher die BVK beauftragt, die Überweisung vorzunehmen.

    Wenn Sie mit der Festlegung der zu übertragenen Freizügigkeitsleistung nicht einverstanden sind, müssen Sie Ihre Einwände im Rahmen des Scheidungsverfahrens vorbringen. Die BVK ist nicht befugt, an den Anordnungen des Scheidungsrichters Änderungen vorzunehmen.

  • Die Überweisung hat einzig Auswirkungen auf die Höhe Ihrer Altersleistungen, da sich Ihr Sparguthaben im Umfang der Überweisung reduziert hat. Die Risikoleistungen (Invalidität oder Tod) sind durch die Überweisung nicht tangiert, da sie sich im Grundsatz nach dem versicherten Lohn bemessen (siehe dazu unsere Merkblätter «Leistungen bei Invalidität» und «Hinterbliebenenleistungen»).

  • Ja. Sie haben die Möglichkeit, die durch die Ehescheidung entstandene Lücke durch freiwillige Einzahlungen wieder ganz oder teilweise auszugleichen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Persönlicher Einkauf».

  • Bei ausländischen Scheidungsurteilen wird die Anerkennung und Vollstreckung durch ein Schweizer Gericht vorausgesetzt, bevor die Teilung der Freizügigkeitsleistung voll­zogen werden kann.

  • Pensionierung

    Sie können Ihre Alterspensionierung ab dem vollendeten 60. Altersjahr erklären. Die ordentliche Pensionierung erfolgt auf das Ende des Monats, in welchem Sie das 65. Altersjahr vollenden. Bei Lehrpersonen und Professorinnen und Professoren erfolgt die ordentliche Alterspensionierung auf das Ende des Semesters oder Schuljahres nach Vollendung des 65. Altersjahres.

    Sie haben die Möglichkeit bis längstens zur Vollendung des 70. Altersjahres versichert zu bleiben, sofern Sie mit Ihrem Arbeitgeber die Weiterarbeit vereinbart haben. Männer und Frauen werden dabei gleich behandelt.

  • Ab Alter 65 ist die Fortführung der Versicherung bei der BVK fakultativ. Sie möchten die Versicherung weiterführen und zusätzliches Alterskapital ansparen? In diesem Fall bezahlen Sie und Ihr Arbeitgeber auf dem BVG-pflichtigen Jahreslohn weiterhin Spar- und allenfalls Sanierungsbeiträge. Die Beiträge für die Risikoversicherung (Invalidität, Tod) entfallen.

    Bitte beachten Sie, dass die Weiterversicherung nur möglich ist, wenn die Weiterarbeit beim gleichen Arbeitgeber vereinbart wurde. Eine Reduktion des Beschäftigungsgrades ab Alter 65 löst eine Teilpensionierung aus (Teilpensionierung sind in maximal 2 Schritten möglich).

    Sie möchten lieber auf die Weiterführung der Versicherung verzichten? Die Beitragszahlungen werden in der Folge eingestellt und die BVK setzt Ihre Altersleistungen fest. Sie erhalten alsdann monatlich eine Altersrente (zusätzlich zum Lohn). Bitte beachten Sie, dass der Bezug der Altersrente in diesem Fall nicht aufgeschoben werden kann.

    Wenn Sie auf die Weiterführung der Versicherung verzichten möchten, ist dies der BVK mit dem Formular «Verzicht Sparversicherung nach Erreichen des ordentlichen Pensionierungsalter» spätestens 30 Tage vor dem gewünschten Pensionierungszeitpunkt mitzuteilen.

  • Bitte melden Sie den gewünschten Pensionierungszeitpunkt Ihrem Arbeitgeber, nicht der BVK. Die Beendigung des Arbeitsverhältnisses löst einen Rentenanspruch am darauffolgenden Monatsersten aus.

  • Die Höhe Ihrer Altersrente ist von Ihrem persönlichen Sparguthaben abhängig. Bitte konsultieren Sie Ihren Vorsorgeausweis, den wir Ihnen jährlich zustellen. Darin finden Sie alle Angaben zu Ihrem Sparguthaben.

    Für die Berechnung der jährlichen Altersrente wird das Sparguthaben im Zeitpunkt der Alterspensionierung mit einem Umwandlungssatz in eine Altersrente auf Lebzeiten umgerechnet. Die Höhe des Umwandlungssatzes ist vom gewählten Pensionierungsalter abhängig und wird auf Monate genau berechnet. Die genauen Zahlen finden Sie auf unserem Merkblatt «Altersleistungen».

  • Ja. Altersrentnern wird für jedes Kind bis Alter 18 und in Ausbildung bis Alter 25 eine Alterskinderrente ausgerichtet. Anspruch auf eine Alterskinderrente besteht für eigene Kinder oder Stiefkinder, für deren Unterhalt Sie zur Hauptsache aufgekommen sind sowie für Kinder, welche Sie unentgeltlich zu dauernder Pflege und Erziehung aufgenommen haben. Die Höhe der Rente berechnet sich aus dem Sparguthaben gemäss BVG-Minimum.

  • Sie haben allenfalls Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss. Dieser soll bei einer Frühpensio­nierung die noch fehlende AHV-Altersrente teilweise ersetzen. Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss der BVK haben Versicherte, die beim Kanton angestellt sind oder deren Arbeitgeber die Leistung Überbrückungszuschuss im Anschlussvertrag nicht ausgeschlossen hat.

    Lesen Sie dazu auch unsere Ausführungen im Merkblatt «Überbrückungszuschuss zur Altersrente».

  • Ja, das ist möglich. Sie können bei der Alterspensionierung Ihr Sparguthaben ganz oder teilweise als Kapital beziehen.

    Bitte beachten:

    • Ein Kapitalbezug muss der BVK mindestens einen Monat vor der Alterspensionierung schriftlich mitgeteilt werden. Innerhalb dieser Frist kann die Mitteilung nicht mehr widerrufen werden.
    • Wer von der BVK eine volle Invalidenrente erhält, hat keinen Anspruch auf Bezug der Altersleistungen in Kapitalform. Bei Teilinvaliden beschränkt sich die Möglichkeit des Kapitalbezugs auf den der verbleibenden Erwerbstätigkeit entsprechenden Teil des Sparguthabens.

  • Bitte füllen Sie das Antragsfor­mular «Antrag auf Kapitalbezug» vollständig aus. Zusätzlich zum Antragsformular müssen folgende Dokumente eingereicht werden:

    • Nicht verheiratete versicherte Personen: einen aktuellen Personenstandsausweis.
    • Verheiratete Personen oder in eingetragener Partnerschaft lebende Personen: eine be­glaubigte Unterschrift des Ehegatten/der Ehegattin bzw. des eingetragenen Partners/der eingetragenen Partnerin.

  • Der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden.

    Persönliche Einkäufe in die Pensionskasse können in der Regel vom steuerpflichti­gen Einkommen abgezogen werden. Dieser Steuervorteil wird Ihnen rückwirkend von den Steuerbehörden nicht mehr zugestanden, falls Sie innerhalb von drei Kalenderjah­ren nach dem Einkauf einen Kapitalbezug geltend machen. Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig die steuerlichen Auswir­kungen bei der zuständigen Steuerbehörde abzuklären.

    Bitte beachten: Im Umfang der Kapitalauszahlung werden sämtliche Ansprüche gegenüber der BVK reduziert, namentlich auch der Anspruch auf einen Überbrückungszuschuss.

  • Die Pensionierung kann in jedem Fall höchstens in zwei Schritten erfolgen.

    Bei einer Teilpensionierung wird eine Altersrente im Verhältnis zur Reduktion des versicherten Lohnes ausgerichtet. In der Höhe der Beschäftigungsgradreduktion kann ein Überbrückungszuschuss bezogen werden, sofern Ihr Arbeitgeber die Leistung Überbrückungszuschuss anschlussvertraglich nicht ausgeschlossen hat (siehe Merkblatt «Überbrückungszuschuss zur Altersrente»). Bei einer Teilpensionierung wird eine Teil-Altersrente im Verhältnis zur Reduktion des versicherten Lohnes ausgerichtet. Im gleichen Verhältnis kann ein Überbrückungszuschuss bezogen werden (siehe Merkblatt «Überbrückungszuschuss»).

  • Auskünfte über die AHV-Beitragspflicht und die Höhe der AHV-Beiträge erteilt die zuständige Ausgleichskasse. Weitere Angaben finden Sie auf dem Merkblatt 2.03 der AHV/IV «Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO» auf der Website www.ahv-iv.info. Seitens BVK werden von den Altersleistungen keine AHV-Beiträge in Abzug gebracht.

  • Ja. Dies unter der Voraussetzung, dass Sie unmittelbar eine neue Anstellung antreten oder beim Regiona­len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos gemeldet sind. Die Freizügigkeitsleistung wird mit dem Austritt aus der BVK fällig. Damit entfallen jegliche Ansprüche der versicherten Person oder ihrer Angehöri­gen gegenüber der BVK auf Leistungen; namentlich auch der Anspruch auf Überbrückungszuschuss (siehe Merkblatt «Überbrückungszuschuss zur Altersrente»).

    Nach Eingang der Austrittsmeldung Ihres Arbeitgebers erhalten Sie von der BVK das Anmelde­formular für die Altersrente mit integriertem Antragsformular für die Auszahlung der Freizügigkeitsleis­tung. Der Antrag auf Bezug der Freizügigkeitsleistung muss einen Monat vor Austritt aus der BVK schriftlich bei der BVK eingereicht werden.

  • Ja, nach einer vorzeitigen Pensionierung ist eine Wiederanstellung aus Sicht der Pensionskasse möglich. Ab einem bestimmten Mindesteinkommen ist aber in der Regel erneut die Versicherung bei einer Pensionskasse Pflicht.

    Falls Sie sich bei der BVK vorzeitig pensionieren lassen und danach beim gleichen Arbeitgeber oder bei einem anderen, welcher der BVK angeschlossen ist, anstellen lassen, ist ein «notwendiger Mindestunterbruch» zwingend nötig, ansonsten ist die Pensionierung nicht gültig und kann durch die BVK nicht abgewickelt werden.

    Bei einer Wiedereinstellung innerhalb von drei Monaten nach der Pensionierung geht die BVK, gestützt auf die bisherige Gerichtspraxis, davon aus, dass im rechtlichen Sinne mit grosser Wahrscheinlichkeit eine unrechtmässige Alterspensionierung vorliegt.

  • Entlassung altershalber

    Eine «vorzeitige Entlassung altershalber» ist eine unverschuldete Entlassung durch den Arbeitgeber. Die Pensionierung erfolgt auf einen Zeitpunkt, in welchem eine aktiv versicherte Person das 58. Altersjahr vollendet hat. Bei betrieblichen Restrukturierungen kann die « vorzeitige Entlassung altershalber» bereits ab vollendetem 55. Altersjahr erfolgen.

    Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehmen ist der «vorzeitigen Entlassung altershalber» gleichgestellt.

  • Sie haben Anrecht auf eine Altersrente. Die Höhe der Altersrente ergibt sich aus dem im Zeitpunkt der Pensionierung vorhandenen Sparguthaben inklusive allen bis Alter 65 fehlen­den Sparbeiträgen (ohne Zins). Die Sparbeiträge werden auf der Basis Ihres letzten versicherten Lohnes berechnet. Für Sie entstehen dabei keine Kosten.

    Ihr Sparguthaben, einschliesslich der zusätzlichen Sparbeiträge, wird mit einem altersabhängigen Umwandlungssatz multipliziert. Die Umwandlungssätze werden auf Monate genau berechnet.

    Sie haben zudem die Möglichkeit, bei der BVK schriftlich einen Überbrückungszuschuss zu beantragen. Beachten Sie dazu das Merkblatt «Überbrückungszuschuss zur Altersrente». Sie finden darin nützliche Informationen, insbesondere zur Berechnung und zu den Auswirkungen auf Ihre spätere Altersrente.

    Bitte beachten:

    • Ein Überbrückungszuschuss muss vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses schriftlich bei der BVK bean­tragt werden.
    • Sofern Ihnen eine Abgangsent­schädigung zugesprochen wird, werden die Rentenzah­lungen wäh­rend der Dauer aufgeschoben, für welche die Abgangsentschädi­gung ausgerichtet wird.

  • Nein. Haben Sie die Entlassung zu verschulden oder wurde Ihnen während der Probezeit gekündigt oder erhalten Sie bereits Leistungen infolge «vorzeitiger Entlassung altershalber» besteht kein Anspruch auf Leistung «vorzeitige Entlassung altershalber».

    Wichtig: Angeschlossene Arbeitgeber können die Leistungen «vorzeitige Entlassung altershalber» im Anschlussvertrag ausschliessen. Ihr Arbeitgeber hat Sie über Leistungsoptionen bzw. Leistungsausschlüsse zu informieren. Leistungsausschlüsse werden auf dem Vorsorgeausweis angezeigt.

  • Ja, das ist möglich. Sie können beim Entlassungszeitpunkt Ihr Sparguthaben ganz oder teilweise als Kapital beziehen.

    Die Auszahlung des Kapitalbezuges erfolgt nach Ablauf der durch den Arbeitgeber ausgerichteten Abgangsentschädigung.

    Für einen Kapitalbezug müssen zusätzlich zum Antragsformular folgende Dokumente eingereicht werden:

    • Nicht verheiratete versicherte Personen: aktueller Personenstandsausweis;
    • Verheiratete Personen oder in eingetragener Partnerschaft lebende Personen: be­glaubigte Unterschrift des Ehegatten/der Ehegattin bzw. des eingetragenen Partners/der eingetragenen Partnerin.

    Bitte beachten: Ein Kapitalbezug muss mindestens einen Monat vor der Pensionierung schriftlich bei der BVK beantragt werden. Ausserdem gilt es zu beachten, dass der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden darf. Weitere Informationen finden Sie auf unserem Merkblatt "Altersleistungen".

  • Auskünfte über die AHV-Beitragspflicht und die Höhe der AHV-Beiträge erteilt die zuständige Ausgleichskasse. Weitere Angaben finden Sie auf dem Merkblatt 2.03 der AHV/IV «Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO» auf der Webseite www.ahv-iv.info.

    Seitens BVK werden von den Altersleistungen keine AHV-Beiträge in Abzug gebracht.

  • Ja. Sie können anstelle der Altersleistungen die Freizügig­keitsleistung beziehen, wenn Sie unmittelbar eine neue Anstellung antreten oder beim Regiona­len Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) als arbeitslos gemeldet sind. Bitte beachten Sie dazu unser Merkblatt «Freizügigkeits­leistung».

    Beim Bezug der vollen Freizügigkeitsleistung verlieren Sie zudem Ihren Anspruch auf Alters- und Hinterbliebenenleistungen und den Anspruch auf Überbrückungszuschuss (siehe Merkblatt «Überbrückungszuschuss zur Altersrente»)!

  • Nach Eingang der Austrittsmeldung Ihres Arbeitgebers erhalten Sie von der BVK das Anmeldeformular für die Altersrente mit integriertem Antragsformular für die Freizügigkeitsleistung.

    Der Antrag auf Bezug der Freizügigkeitsleistung muss einen Monat vor Austritt aus der BVK schriftlich bei der BVK eingereicht werden.

  • Überbrückungszuschuss zur Altersrente

    Der Überbrückungszuschuss ist eine Vorsorgeleistung der BVK. Er hilft versicherten Personen im Falle einer Frühpensionierung (vorzeitige Alterspensionierung oder vorzeitige Entlassung altershalber), die noch fehlende AHV-Altersrente teilweise zu ersetzen. Der Überbrückungszuschuss stellt eine Art Ersatzeinkommen dar, das von der BVK bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Pensionierungsalters geleistet wird.

  • Anspruch haben im Falle der vorzeitigen Pensionierung oder der vorzeitigen Entlassung altershalber:

    • versicherte Personen der kantonalen Verwaltung
    • Angestellte von angeschlossenen Arbeitgebern, welche die Leistung Überbrückungszuschuss im Anschlussvertrag nicht ausgeschlossen haben.

  • Der Überbrückungszuschuss wird bis zum Erreichen des ordentlichen AHV-Pensionierungs-alters geleistet. Bei Männern liegt die maximale Bezugsdauer zwischen dem 60. und dem 65. Altersjahr, bei Frauen zwischen dem 60. und dem 64. Altersjahr. Die Bezugsdauer des Überbrückungszuschusses kann nicht frei gewählt werden. Bei einer vorzeitigen Entlassung altershalber kann der Bezug vor Alter 60 beginnen (siehe Merkblatt «vorzeitige Entlassung altershalber»).

    Mit dem Erreichen des ordentlichen AHV-Pensionierungsalters entfällt der Überbrückungszuschuss. An seine Stelle treten die Leistungen der AHV. Diese sind bei der zuständigen Ausgleichskasse zu beantragen.

  • Der Überbrückungszuschuss beträgt 75% der bei Pensionierung geltenden maximalen einfachen AHV-Altersrente. Für das Jahr 2015 beträgt diese CHF 28’200. Der maximale Überbrückungszuschuss der BVK beträgt demgemäss CHF 21’150 (75% von CHF 28’200).

    Bei verheirateten oder in eingetragener Partnerschaft lebenden Versicherten erhöht sich der Überbrückungszuschuss um 30% auf maximal CHF 27’495 sofern nicht ausdrücklich auf den Zuschlag für Ehepaare bzw. eingetragene Partner verzichtet wird. Dieser Zuschlag wird auch dann ausgerichtet, wenn der Ehepartner bzw. eingetragene Partner noch arbeitet oder bereits selber eine Rente bezieht.

    Bei versicherten Personen mit Teilzeitbeschäftigung wird der Überbrückungszuschuss ent­sprechend dem Beschäftigungsgrad reduziert. Massgebend ist der Beschäftigungsgrad bei Pensionierung.

  • Der Überbrückungszuschuss wird zu 40% von der versicherten Person finanziert, zu 60% vom Arbeitgeber.

    Die versicherte Person leistet ihren Anteil durch eine lebenslange Kürzung der Altersrente der BVK ab dem Zeitpunkt des ordentlichen AHV-Pensionierungsalters. Die jährliche Kürzung beträgt 3% des gesamten bezogenen Überbrückungszuschusses. Mit dieser Kürzung werden auch die während der Bezugsdauer aufgelaufenen und künftigen Kapitalzinsen auf den Zu­schüssen (40% des Zuschusses) mit amortisiert.

  • Ja. Jeder Versicherte hat grundsätzlich die Möglichkeit, bei der Pensionierung das Sparguthaben ganz oder teilweise als Kapital zu beziehen. Ein solcher Kapitalbezug führt zu einer anteils­mässigen Kürzung des Überbrückungszuschusses.

    Wenn Sie beispielsweise bei der Pensionierung 50% des Sparguthabens als Kapital beziehen, führt dies zu einer Kürzung des Überbrückungszuschusses um 50%.

  • Sie müssen den Überbrückungszuschuss vor dem Pensionierungszeitpunkt schriftlich bei der BVK beantragen. Ein Antragsformular finden Sie auf unserer Webseite unter Downloads.

    Wir empfehlen, den Überbrückungszuschuss spätestens 2 Monate vor der Pensionierung zu beantragen. Dadurch ist die rechtzeitige Auszahlung des Überbrückungszuschusses zusammen mit der Alters­rente der BVK gewährleistet.

  • Invalidität

    Anspruch haben Personen, die infolge Krankheit oder Unfall zu mindestens 25% invalid sind und bei Beginn der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der BVK versichert waren. Über das Vorhandensein und den Grad der Invalidität wird aufgrund in erster Linie einer Untersuchung durch eine Vertrauensärztin oder einen Vertrauensarzt der BVK entschieden.

  • Ja. Es wird zwischen Berufs- und Erwerbsinvalidität unterschieden.

  • Berufsinvalidität liegt vor, wenn die versicherte Person ihre bisherige Berufstätigkeit aus gesundheit­lichen Gründen voraussichtlich bleibend oder eine längere Zeit nicht mehr oder nicht mehr vollständig ausüben kann.

  • Eine Erwerbsinva­lidität liegt vor, wenn die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit weder die bisherige Berufstätigkeit noch eine andere zumutbare Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise ausüben kann.

  • Die Höhe Ihrer Invalidenrente ist auf Ihrem Vorsorgeausweis aufgeführt. Sie beträgt bei einer vollen Berufs- oder Erwerbsinvalidität 60% des versicherten Lohnes. Bei teilweiser Invalidität wird die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad  festgesetzt. Die genauen Zahlen finden Sie auf unserem Merkblatt «Leistungen bei Invalidität».

  • Der Anspruch beginnt nach dem Ende der Lohn- oder Lohnersatzleistungen (Taggelder von Versicherungen) und erlischt mit dem Wegfall der Invalidität oder im Todesfall, spätestens aber mit Vollendung des 65. Altersjahres. Danach wird die Invalidenrente in eine Altersrente umgewandelt.

    Die Berufsinvalidenrente wird längstens für 2 Jahre ausgerichtet. Nach Ablauf der 2 Jahre wird diese durch eine Erwerbsinvalidenrente abgelöst, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Bei Personen, die bei Leistungsbeginn das 50. Altersjahr vollendet haben, entfällt die zweijährige Befristung der Berufsinvalidenrente.

    Bei dauerhaften und erheblichen Änderungen des Invaliditätsgrades wird die Rente angepasst. Dauerhaft ist die Änderung, wenn sie voraussichtlich mehr als ein Jahr besteht; wesentlich, wenn sie mehr als 10% beträgt.

  • Nein. Für die Berech­nung der Altersrente wird das Sparguthaben auf der Basis des im Zeitpunkt der Invalidisierung versicherten Lohnes weitergeführt. Im Alter 65 wird das weitergeführte Spar­guthaben mit dem Rentenumwandlungssatz in eine Altersrente umgewandelt (vgl. Merkblatt «Altersleistungen»).

  • Vollinvaliden wird nebst der Invalidenrente ein Zuschuss von CHF 21‘150 (75% der maximalen einfachen AHV-Rente) ausgerichtet, bis die Leistungen der AHV/IV einsetzen. Sofern dem Ehegatten, der eingetragenen Partnerin oder dem eingetragenen Partner keine IV- oder AHV-Rente zusteht, erhöht sich der Zuschuss um 30%.

    Bei Teilinvaliden wird der Zuschuss nach dem Invaliditätsgrad festgesetzt und bei Teilbeschäftigung zudem entsprechend dem Beschäftigungsgrad herabgesetzt. Massgebend ist der Beschäftigungsgrad vor der Invalidisierung.

    Spricht die Eidg. Invalidenversicherung rückwirkend Leistungen zu, hat die invalide Person den Zuschuss für den gleichen Zeitraum und im Umfang der Leistungen der Eidg. Invalidenversicherung der BVK zurückzuerstatten.

    Wichtig: Die Anmeldung bei der Eidg. Invalidenversicherung hat spätestens 6 Monate nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit zu erfolgen. Andernfalls besteht der Anspruch auf den Überbrückungszuschuss erst ab dem frühestmöglichen Beginn der Rentenleistungen der Eidg. Invalidenversicherung.

  • Ja. Als invalide Person haben Sie Anspruch auf Invalidenkinderrenten für Ihre Kinder sowie für Stief- und Pflegekinder, soweit Sie nachweislich für deren Unterhalt aufkommen.

    Die Invalidenkinderrente wird ausgerichtet bis zum Ende des Monats, in welchem das Kind das 20. Altersjahr vollendet. Für Kinder, die noch in der Ausbildung sind oder eine ganze Rente der Eidg. Invalidenversicherung beziehen, dauert der Anspruch bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zur Vollendung des 25. Altersjahres.

  • Die Invalidenkinderrente beträgt 20% der Invalidenrente.

  • Die Invalidenleistungen der BVK werden gekürzt, soweit sie zusammen mit Leistungen anderer (in- und ausländischer) Sozialversicherungen und weiterhin erzieltem Erwerbseinkommen den mutmasslich entgangenen Bruttoverdienst (100%) übersteigen.

  • Sie müssen der BVK jede Änderung unverzüglich melden, welche den Leistungsanspruch beeinflusst. Dazu zählen insbesondere:

    • Veränderung des Gesundheitszustandes
    • Zusprache von Leistungen anderer in- und ausländischer Versicherungen
    • Beschlüsse betreffend Veränderung des Invaliditätsgrades der Eidg. Invalidenversicherung, Unfallversicherung oder Militärversicherung
    • Aufnahme/Aufgabe einer Erwerbstätigkeit oder Veränderung des Erwerbseinkommens
    • Geburten, Todesfall, Zivilstandsänderung und Änderungen in Pflegeverhältnissen
    • bei über 20-jährigen Kindern: Aufnahme, Unterbruch oder vorzeitige Beendigung der Ausbildung sowie Zusprache einer ganzen IV-Rente oder deren Wegfall
    • Untersuchungshaft, Straf- oder Massnahmenvollzug im In- und Ausland

    Unrechtmässig bezogene Leistungen sind der BVK zurückzuerstatten.

  • Auskünfte über die AHV-Beitragspflicht und die Höhe der AHV-Beiträge erteilt die AHV-Zweigstelle Ihres Wohnortes oder die zuständige Ausgleichskasse. Weitere Angaben finden Sie auf dem Merkblatt 2.03 der AHV/IV «Beiträge der Nichterwerbstätigen an die AHV, die IV und die EO» (abrufbar unter www.ahv-iv.info).

    Seitens BVK werden von den Invalidenleistungen keine AHV-Beiträge in Abzug gebracht.

  • Ja. Ein Einkauf wirkt sich jedoch nicht auf die Höhe der Invalidenrente aus. Er erhöht das Sparguthaben und damit die voraussichtliche Altersrente.

  • Hinterbliebenenleistungen

    Der überlebende Ehepartner hat Anspruch auf eine Ehegattenrente, wenn er oder sie…

    1. im Zeitpunkt des Todesfalls das 45. Altersjahr zurückgelegt hat, wobei die Dauer der Ehe unerheblich ist, oder
    2. für den Unterhalt mindestens eines eigenen Kindes aufkommen muss oder musste (auch wenn die Unterhaltspflicht im Zeitpunkt des Todes nicht mehr besteht) oder
    3. zum Zeitpunkt des Todes für mindestens ein Stief- oder Pflegekinder aufkommen muss, oder
    4. im Zeitpunkt des Todes mindestens eine halbe Rente der Eidg. Invalidenversicherung bezieht. 
    Erfüllt der Ehepartner keine dieser Voraussetzungen, wird eine einmalige Abfindung in Höhe von fünf Jahresrenten ausgerichtet.

  • Die eingetragene Partnerschaft ist der Ehe gleichgestellt.

  • Die eheähnliche Lebensgemeinschaft (Konkubinat) ist unter folgenden kummulativen Voraussetzungen der Ehe gleichgestellt:

    • Beide Partner sind weder verheiratet noch führen sie eine eingetragene Partnerschaft, und es besteht zwischen ihnen keine nahe Verwandtschaft. Mit naher Verwandtschaft sind Eltern, Kinder und Geschwister gemeint.
    • Die Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt hat im Zeitpunkt des Todes der versicherten Person nachweisbar mindestens 5 Jahre ununterbrochen bestanden. Der Nachweis kann mittels eines datierten und gemeinsam unterzeichneten Mietvertrags oder mit einer Bestätigung der Einwohnerkontrolle erbracht werden.
    • Die gegenseitige persönliche und finanzielle Unterstützungspflicht wurde schriftlich vereinbart und die Unterstützungsvereinbarung wurde der BVK spätestens innert 3 Monaten nach dem Tod eingereicht.

     

  • Ja, unter gewissen Voraussetzungen. Der geschiedene Ehegatte ist dem überlebenden Ehepartner gleichgestellt, wenn er oder sie:

    • im Zeitpunkt des Todes der versicherten Person das 45. Altersjahr vollendet hat und
    • die Ehe mindestens zehn Jahre gedauert hat und
    • einer im Scheidungsurteil zugesprochenen Unterhaltsrente oder einer Kapitalabfindung für eine lebenslängliche Rente verlustig geht.

    Wichtig: Der geschiedene Ehegatte muss seine Ansprüche bei der BVK anmelden. Die BVK führt keine Abklärungen über das Vorhandensein von anspruchsberechtigten Personen durch.

  • Situation 1: Tod einer aktiv versicherten Person vor Alter 65
    Die Ehegattenrente beträgt 40% des letzten versicherten Lohnes. Sie wird bis zum Zeitpunkt ausgerichtet, in dem die verstorbene Person 65 Jahre alt geworden wäre. Danach wird die Rente neu berechnet. Sie beträgt dann zwei Drittel der Altersrente, wie sie sich bei Weiterführung des Sparguthabens bis zum vollendeten 65. Altersjahr der verstorbenen Person ergeben hätte.

    Situation 2: Tod einer aktiv versicherten Person nach Alter 65
    Die Ehegattenrente beläuft sich auf zwei Drittel der Altersrente, die der versi­cherten Person im Zeitpunkt des Todes zugestanden hätte.

    Situation 3: Tod eines Invalidenrentners / einer Invalidenrentnerin
    Die Ehegattenrente beträgt zwei Drittel der Invalidenrente. Sie wird bis zum Zeitpunkt ausgerichtet, in dem die verstorbene Person 65 Jahre alt ge­worden wäre. Danach wird die Rente neu berechnet. Sie beträgt dann zwei Drittel der Altersrente, wie sie sich bei Weiterführung des Sparguthabens bis zum vollendeten 65. Altersjahr der verstorbenen Person ergeben hätte.

    Situation 4: Tod eines Altersrentners / einer Altersrentnerin
    Die Ehegattenrente beträgt zwei Drittel der laufenden Altersrente.

    Hinweis: Die Rente für überlebende geschiedene Ehegatten entspricht höchstens der im Scheidungsurteil zugesprochenen Unterhaltsrente, wobei die Hinterbliebenenleistungen von anderen Sozialversicherungen (insbesondere AHV/IV und UV) von der Rente abgezogen werden

  • Der Anspruch auf die Ehegattenrente erlischt, wenn die anspruchsberechtigte Person…

    • erneut heiratet oder
    • eine eingetragene Partnerschaft eingeht oder
    • eine eheähnliche Lebensgemeinschaft begründet
    Rentenbeziehende Personen haben der BVK entsprechende Änderungen unaufgefordert mitzuteilen.

  • Stirbt eine versicherte Person (aktivversichert oder rentenbeziehend), haben deren Kinder Anspruch auf Waisen­rente. Stief- und Pflegekinder sind nur anspruchsberechtigt, wenn die versicherte Person wesentlich für deren Unterhalt aufgekommen ist.

  • Die Waisenrente ist für Halb- oder Vollwaisen unterschiedlich hoch:

    • Halbwaisen erhalten 30% der Ehegattenrente.
    • Vollwaisen erhalten 60% der Ehegattenrente. Beziehen Vollwaisen von der Vorsorgeeinrichtung des anderen verstorbenen Elternteils Leistungen, wird lediglich die Halbwaisenrente ausgerichtet.

  • Die Waisenrente wird ausgerichtet bis zum Ende des Monats, in welchem das Waisenkind das 20. Altersjahr vollendet. Für Waisen, die noch in der Ausbildung sind oder eine ganze Rente der eidgenössischen Invalidenversicherung beziehen, dauert der Anspruch bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens bis zur Vollendung des 25. Altersjahres.

    Ausbildungsbescheinigungen sind der BVK unaufgefordert zuzustellen.

  • Bitte beachten Sie dazu unser Merkblatt «Todesfallsumme».

  • Partnerschaftsrente

    Seit 2002 versichert die BVK Partnerschaftsrenten mit dem Ziel, eheähnliche Lebensgemein­schaften (Konkubinat) unter bestimmten Voraussetzungen der Ehe bzw. der eingetragenen Partnerschaft gleichzustellen. Die BVK anerkennt auch gleichgeschlechtliche eheähnliche Lebensgemeinschaften.

    Anspruch auf eine Partnerschaftsrente hat der überlebende Partner bzw. die überlebende Partnerin, sofern eine eheähnliche Lebensgemeinschaft bestanden hat und die Voraus­setzungen der Ehegattenrente sinngemäss erfüllt sind (siehe Merkblatt «Hinterbliebenen­leistungen»). Überlebende Partner welche bereits Hinterlassenenrenten aus beruflicher Vorsorge erhalten oder Kapitalleistungen in deren Umfang erhielten, haben keinen Anspruch auf Partnerschaftsrente.

  • Damit eine Lebensgemeinschaft als eheähnlich gilt, müssen folgende Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt sein:

    • Beide Partner sind unverheiratet und zwischen ihnen besteht keine Verwandt­schaft, die eine Ehe (Art. 95 ZGB) oder eine eingetragene Partnerschaft (Art. 4 Abs. 1 Partnerschaftsgesetz/PartG) ausschliessen würde.
    • Die Lebensgemeinschaft mit gemeinsamem Haushalt hat im Zeitpunkt des Todes der versicherten Person nachweisbar mindestens 5 Jahre ununterbrochen bestan­den. Der Nachweis kann mittels eines datierten und gemeinsam unterzeichneten Mietvertrags oder mit einer Bestätigung der Einwohnerkontrolle erbracht werden.
    • Die gegenseitige persönliche und finanzielle Unterstützungspflicht wurde schriftlich vereinbart und die Unterstützungsvereinbarung wurde der BVK innert 3 Monaten nach dem Tod der versicherten Person eingereicht.

  • Im Falle Ihres Todes müssen der BVK innert dreier Monate folgende Unterlagen eingereicht werden.

    • Todesschein (Kopie)
    • Personenstandsausweis des überlebenden Lebenspartners (Kopie)
    • Unterstützungsvereinbarung
    • Mietvertrag oder Wohnsitzbescheinigung (Kopie)
    • Individuelle Unterlagen auf Verlangen der BVK

    Bitte beachten: Die BVK kann die Anspruchsberechtigung für die Partnerschaftsrente erst prüfen, wenn der Vorsorgefall eingetreten ist.

  • Bitte benutzen Sie das Formular «Unterstützungsvereinbarung».

  • Der überlebende Partner hat Anspruch auf die im Merkblatt «Hinterbliebenenleistungen» aufgeführten Leistungen.Die Anspruchsberechtigung erlischt, wenn der überlebende Partner heiratet, eine eingetragene Partnerschaft eingeht oder eine eheähnliche Lebensgemeinschaft begründet.

  • Todesfallsumme

    Die Todesfallsumme wird ausgerichtet, wenn eine aktiv versicherte Person verstirbt, ohne dass die BVK Renten oder Abfindungen an die Hinterbliebenen leisten muss. Stirbt eine rentenbeziehende Person, wird keine Todesfallsumme ausgerichtet.

  • Die Todesfallsumme entspricht dem zweifachen versicherten Jahreslohn, höchstens aber dem vorhandenen Sparguthaben.

    Unter dem versicherten Jahreslohn ist der anrechenbare Jahreslohn abzüglich des Koordinations­abzugs zu verstehen. Einzelheiten dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Aufnahme in die BVK».

  • Anspruchsberechtigt sind, unabhängig vom Erbrecht, die Hinterbliebenen nach folgender Rangordnung:

    1. Personen, die von Ihnen nachweislich in erheblichem Masse unterstützt worden sind oder die Person, die mit Ihnen in den letzten fünf Jahren bis zum Tod ununterbrochen eine Lebensgemeinschaft geführt hat oder die für den Unterhalt eines oder mehrerer gemeinsamer Kinder aufkommen muss,
    2. bei deren Fehlen, Ihre Kinder, die Eltern oder die Geschwister.

    Sie können schriftlich festlegen, welche Personen Sie innerhalb einer Gruppe begünstigen möchten und zu welchen Anteilen diese Anspruch auf die Todesfallsumme haben.

    Wird der BVK innert 3 Monaten nach dem Tod keine schriftliche Erklärung eingereicht, erfolgt die Auszahlung gemäss obiger Rangordnung. Bei mehreren Berechtigten innerhalb einer Gruppe erfolgt die Auszahlung zu gleichen Teilen. Fehlen anspruchberechtigte Personen, verfällt das Sparguthaben an die BVK.

  • Vorbezug

    Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) erlaubt es, für den Erwerb von selbst genutztem Wohneigentum Geld aus der beruflichen Vorsorge zu verwenden. Unter einem Vorbezug versteht man den ganzen oder teilweisen Bezug des Sparguthabens vor der Pensionierung zur Finanzierung von Wohneigentum.

  • Jede aktiv versicherte Person kann vor ihrem Altersrücktritt einen Vorbezug tätigen. Der Antrag muss spätestens sechs Monate vor der Alterspensionierung oder der vorzeitigen Entlassung altershalber bei der BVK eingereicht werden. Rentenbeziehende Personen können keinen Vorbezug geltend machen.

  • Sie können die Gelder aus der beruflichen Vorsorge für folgende Zwecke vorbeziehen:

    • Erwerb und Erstellung von selbst genutztem Wohneigentum.
    • Amortisation von Hypothekardarlehen auf selbst genutztem Wohneigentum.
    • Wertvermehrende Investitionen in ein Eigenheim.
    • Erwerb von Anteilscheinen von Wohnbaugenossenschaften oder ähnlichen Beteiligungen.

    Bitte beachten: Gelder aus der beruflichen Vorsorge dürfen nicht für die Finanzierung des laufenden Unterhalts einer Immobilie oder für die Bezahlung von Hypothekarzinsen verwendet werden. Auch Ferienwohnungen können nicht mit Vorsorgegeldern finanziert werden.

  • Bis Alter 50 können Sie das gesamte vorhandene Sparguthaben vorbeziehen. Ab Alter 50 kann höchstens der höhere der beiden nachfolgenden Beträge bezogen werden:

    1. Der im Alter 50 ausgewiesene Betrag der Freizügigkeitsleistung, erhöht um die nach dem Alter 50 vorgenommenen Rückzahlungen und vermindert um den Betrag der aufgrund von Vorbezügen oder Pfandverwertungen nach dem Alter 50 für das Wohneigentum eingesetzt worden ist.
    2. Die Hälfte des im Zeitpunkt des Vorbezugs vorhandenen Sparguthabens.
  • Ja. Sie können alle fünf Jahre einmal einen Vorbezug tätigen.

    • Die Gelder müssen für selbst bewohntes Wohneigentum (auch Stockwerkeigentum möglich) verwendet werden.
      Folgende Eigentumsverhältnisse sind zulässig:
      - Alleineigentum
      - Miteigentum
      - Gesamteigentum mit dem Ehegatten bzw. eingetragenen Partner
    • Sie müssen im Zeitpunkt der Auszahlung bei der BVK versichert sein.
    • Auf den Zeitpunkt der Auszahlung darf kein Vorsorgefall eintreten (Pensionierung, Invalidität, Tod).
  • Der Vorbezug wird von Ihrem vorhandenen Sparguthaben in Abzug gebracht. Dadurch werden Ihre künftigen Altersleistungen gekürzt. Gleiches gilt für die Freizügigkeitsleistung im Fall eines Austritts aus der BVK.

    • Die Leistungen im Invaliditäts- und im Todesfall werden durch den Vorbezug nicht gekürzt. Es ist deshalb nicht notwendig, wegen des Vorbezugs eine zusätzliche Risikoversicherung abzuschliessen.
    • Im Zeitpunkt der Auszahlung des Vorbezugs meldet die BVK beim Grundbuchamt die Anmerkung einer Veräusserungsbeschränkung an. Diese bewirkt, dass Sie die Immobilie nur weiter veräussern können, wenn die Rückzahlung des Vorbezugs an die BVK sichergestellt ist oder die Veräusserungsbeschränkung auf ein neues Grundstückübertragen werden kann. Die Kosten für die Anmerkung der Veräusserungsbeschränkung gehen zu Ihren Lasten.
    • Der Vorbezug muss versteuert werden. Über die Höhe der Steuer gibt Ihnen das zuständige Steueramt Auskunft.

  • Ja. Der Vorbezug kann jederzeit ganz oder teilweise zurückbezahlt werden, sofern Sie das 62. Altersjahr noch nicht erreicht haben und kein Vorsorgefall (Alter, Tod, Invalidität) eingetreten ist. Die Rückzahlung muss mindestens CHF 20’000 betragen, wobei die letzte Teilrückzahlung weniger als CHF 20’000 betragen kann. Ein nicht oder nur teilweise zurückbezahlter Vorbezug schmälert in jedem Fall Ihr Sparguthaben und somit Ihre Altersleistungen.

  • Sie müssen den Vorbezug zurückzahlen, wenn Sie die Liegenschaft verkaufen oder nicht mehr selbst bewohnen (z.B. bei dauernder Vermietung, Wohnrecht oder Nutzniessungsrecht), sofern Sie das 62. Altersjahr noch nicht erreicht haben.

    Ihre Erben müssen den Vorbezug zurückzahlen, wenn Sie vor der Pensionierung versterben und die BVK im Todesfall keine Hinterbliebenenleistungen erbringen muss. Wir empfehlen Ihnen zu prüfen, an wen die BVK im Falle Ihres Todes die Todesfallsumme ausbezahlen soll. Lesen Sie dazu unser Merkblatt «Todesfallsumme».

  • Auf Ihren Wunsch hin stellen wir Ihnen ein Antragsformular zu. Bitte füllen Sie dieses vollständig aus und schicken Sie es, zusammen mit den geforderten Unterlagen, an die BVK.

    • Für einen Vorbezug ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten bzw. des eingetragenen Lebenspartners notwendig. Die Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners muss notariell beglaubigt werden.
    • Nicht verheiratete Personen bzw. nicht in eingetragener Partnerschaft lebende Personen müssen einen aktuellen Personenstandsausweis einreichen.

  • Die Zahlungsfristen hängen von verschiedenen Faktoren ab.

    Situation 1:
    Der Vorbezug wird an Ihre Hypothekar- bzw. Baukreditbank überwiesen:
    Die Zahlung wird geleistet, sobald die BVK im Besitz des vollständig ausgefüllten Antrags und der schriftlichen Zusicherung Ihrer Bank ist, den Vorbezug nur im Rahmen der Wohneigentumsförderung zu verwenden. Bei einem Neuerwerb muss zudem der beurkundete Kaufvertrag (oder Entwurf) eingereicht werden; bei bereits vorhandenem Wohneigentum ein aktueller Grundbuchauszug (Kopie).

    Bei Neuerwerb erfolgt die Zahlung frühestens einen Monat vor der Eigentumsübertragung; bei bereits vorhandenem Wohneigentum innert Wochenfrist.

    Situation 2:
    Der Vorbezug geht an den Verkäufer des Grundstücks:
    Die Zahlung wird ausgerichtet, sobald die BVK im Besitz des vollständig ausgefüllten Antrags und des beurkundeten Kaufvertrages (oder Entwurfes) ist. Zudem brauchen wir vom Grundbuchamt eine schriftliche Bestätigung des Termins der Eigentumsübertragung. Die Zahlung erfolgt frühestens einen Monat vor der Eigentumsübertragung.

  • Nein. Der Erwerb von Land stellt noch keinen Erwerb von selbst bewohntem Wohneigentum dar. Ausnahmsweise kann ein Landkauf mit einem Vorbezug finanziert werden, wenn im Zeitpunkt des Landkaufs bereits eine rechtskräftige Bewilligung für den Bau des selbst bewohnten Wohneigentums vorliegt. Zusätzlich zum Kaufvertrag für das Land muss ein unterschriebener Werkvertrag vorgelegt werden.

  • Ja. Sie können mit dem Vorbezug auch den Erwerb von Anteilscheinen einer Wohnbaugenossenschaft finanzieren. Dies unter der Voraussetzung, dass Sie eine dadurch mitfinanzierte Wohnung selbst bewohnen. Die Anteilscheine müssen bis zur Rückzahlung des Vorbezugs bzw. zum Altersrücktritt bei der BVK hinterlegt werden.

  • Vorteile:

    • Der Vorbezug bringt Eigenkapital.
    • Sie brauchen weniger Fremdkapital (Hypotheken).
    • Die Hypothekarzinsbelastung sinkt.

    Nachteile:

    • Renteneinbussen im Alter.
    • Rückzahlungspflicht, wenn das Eigentum nicht mehr selbst bewohnt wird.
    • Sofortige Besteuerung des bezogenen Betrags.


  • Ja. Wenn Sie den Vorbezug ganz oder teilweise zurückzahlen, können Sie bis längstens drei Jahre nach Rückzahlung die beim Vorbezug geleistete Steuer (ohne Zinsen) zurückfordern. Stellen Sie das Gesuch an die zuständige Behörde in demjenigen Kanton, in dem Sie den Vorbezug ursprünglich versteuert haben.

  • Der dem Einkauf entsprechende Betrag inklusive Zinsen darf innerhalb der nächsten drei Jahre nicht in Kapitalform (Vorbezug für Wohneigentum, Kapitalbezug bei Pensionierung oder Barauszahlung der Austrittsleistung) bezogen werden.

    Persönliche Einkäufe in die Pensionskasse können in der Regel vom steuer­pflichtigen Einkommen abgezogen werden. Dieser Steuervorteil wird Ihnen rück­wirkend von den Steuerbehörden nicht mehr zugestanden, falls Sie innerhalb von drei Kalenderjahren nach dem Einkauf einen Kapitalbezug geltend machen (Vorbe­zug oder Bezug bei Pensionierung). Wir empfehlen Ihnen, frühzeitig die steuerlichen Aus­wirkungen bei der zuständigen Steuerbehörde abzuklären.

  • Verpfändung

    Jede aktiv versicherte Person hat im Rahmen der gesetzlichen Wohneigentumsförderung die Möglichkeit, ihre versicherten Alters-, Invaliditäts- und Todesfallleistungen sowie das Spar­kapital (auch Freizügigkeitsleistung genannt) zu verpfänden.

    Die BVK benötigt eine Verpfändungsanzeige des Kreditgebers. Vertragsparteien eines sol­chen Pfandvertrages sind die versicherte Person einerseits und der Kreditgeber anderseits. Zusätzlich ist durch die versicherte Person das Formular «Bestätigung von Verpfändung von Vorsorgegeldern /-leistungen» einzureichen.

    Die versicherten Leistungen bzw. die Freizügigkeitsleistung dienen dem Kreditgeber als zu­sätzliche Sicherheit.

  • Es gibt zwei verschiedene Möglichkeiten von Verpfändungen, die sich auch kombinieren lassen:

    1. Verpfändung der Freizügigkeitsleistung:
    Statt eines Vorbezugs der Freizügigkeitsleistung ist auch deren Verpfändung möglich. Im Falle einer Pfandverwertung geht für Sie die verpfändete Freizügigkeitsleistung verloren. Dadurch entstehen die gleichen Auswirkungen wie beim Vorbezug (siehe auch Merkblatt «Vorbezug im Rahmen der Wohneigentumsförderung»). Konkret werden Ihre Vorsorgeleistungen im Alter gekürzt.

    2. Verpfändung des Anspruchs auf Vorsorgeleistungen (Alter, Invalidität, Tod):
    Im Falle einer Pfandverwertung Ihrer Vorsorgeleistungen verlieren Sie oder Ihre Hinterbliebenen den Anspruch auf Auszahlung von Renten oder Kapitalleistungen. Dies solange, bis der gesicherte Kredit getilgt ist. Die Pfandverwertung der Vorsorgeleistung ist erst auf deren Fälligkeit möglich. So wird beispielsweise die Altersrente erst fällig, wenn Sie sich pensionieren lassen; die Invalidenrente wird nur fällig, falls Sie überhaupt invalid werden.

  • Sie finden den Höchstbetrag auf Ihrem persönlichen Vorsorgeausweis unter «Möglicher Vorbezug
    für Wohneigentum».

    Höchstbetrag

    • Bis Alter 50 maximal die Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Pfandverwertung.
    • Ab Alter 50 maximal die Freizügigkeitsleistung im Alter 50 oder die Hälfte der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt der Verpfändung - je nachdem, welcher Betrag höher ist.


    Im Gegensatz zum Vorbezug besteht für die Verpfändung kein Mindestbetrag.

  • Wenn Sie die geforderten Zins- oder Amortisationszahlungen nicht mehr termingerecht leisten, kann der Kreditgeber die Verwertung der Sicherheit verlangen. Er macht dies in Form einer Betreibung auf Pfandverwertung.

  • Stellen Sie der BVK den Pfandvertrag zu. Danach erhalten Sie ein Antragsformular. Bitte füllen Sie dieses vollständig aus und schicken Sie es, zusammen mit den geforderten Unterlagen, an die BVK.

    • Für eine Verpfändung ist die schriftliche Zustimmung des Ehegatten bzw. des eingetragenen Lebenspartners notwendig. Die Unterschrift des Ehegatten bzw. des eingetragenen Partners muss notariell beglaubigt werden.
    • Nicht verheiratete Personen bzw. nicht in eingetragener Partnerschaft lebende Personen müssen einen aktuellen Personenstandsausweis einreichen.

    Wenn Sie sich für eine Kapitalbeschaffung mit Geldern aus der beruflichen Vorsorge entscheiden, sollten Sie Ihren Entscheid immer auch mit dem Kreditgeber absprechen.

  • Vorteile:

    • Keine Leistungsreduktion im Alter, bei Invalidität oder Tod (ausser bei Pfandverwertung).
    • Je nach Kreditgeber tiefere Hypothekarzinssätze.
    • Je nach Kreditgeber höhere Hypothekardarlehen.
    • Keine Steuerfolgen, da keine Auszahlung erfolgt (ausser bei Pfandverwertung).

    Nachteile:

    • Kein zusätzliches Eigenkapital und entsprechend keine Reduktion der Hypothekarzinsen.
    • Risiko der Pfandverwertung


  • Hypothek

    Folgende Personen können eine BVK Hypothek beantragen:

    • Versicherte
    • Nicht-BVK-Versicherte
    • Rentnerinnen und Rentner


    Mit einer BVK Hypothek können folgende Objekte finanziert werden:

    • Einfamilienhäuser
    • Stockwerkeigentum (Eigentumswohnungen)
    • Mehrfamilienhäuser mit einem maximalen Gewerbeanteil von 10% des Ertrages
    • Renditeliegenschaften


    Wir finanzieren ausschliesslich Wohnobjekte in der deutschsprachigen Schweiz. Die Finanzierung erfolgt in Schweizer Franken.

  • Die BVK vergibt Festhypotheken mit einer Laufzeit von 2–12 Jahren und variable Hypotheken. Nicht angeboten werden sogenannte Geldmarkt- oder Libor-Hypotheken.

    Sie haben die Möglichkeit, mit einer Terminhypothek (auch Forward Hypothek genannt) den attraktiven Zinssatz von heute für Ihre Festhypothek von morgen zu sichern. Eine Terminhypothek ist bis zu 18 Monate vor Start der Laufzeit abschliessbar. 

    Der Abschluss einer Terminhypothek ist für Erst- und Ablösehypotheken möglich. Sie können also auch eine auslaufende Festhypothek vorzeitig mit einer Terminhypothek verlängern. Die Zinsabsicherung ist für die ersten sechs Monate  kostenlos. Für die restlichen Monate muss ein kleiner Zinszuschlag geleistet werden.

  • Unsere Hypothekarzinssätze orientieren sich am Markt für gleichartige erstrangige Hypotheken. Die Konditionen für variable Hypotheken werden periodisch an die Marktverhältnisse angepasst und auf der BVK Website publiziert. Die Konditionen für Festhypotheken werden wöchentlich am ersten Werktag festgelegt und ebenfalls auf der BVK Website publiziert.

  • Variable Hypotheken
    Passt die BVK den Zinssatz für variable Hypotheken den Marktgegebenheiten an, wird der Zinssatz der betroffenen Hypotheken auf Beginn des folgenden Quartals an den neuen Satz angepasst. Für Alt- und Neuhypotheken gilt der gleiche Anpassungszeitpunkt.

    Festhypotheken
    Für die Vergabe von Festhypotheken gilt der wöchentlich publizierte Zinssatz. Offerten der BVK sind 20 Tage gültig. Gesuche werden frühestens zwölf Monate vor gewünschtem Beginn der Festhypothek entgegengenommen

  • Belehnungsgrenzen für selbstbewohnte Wohnobjekte:

    • max. 70% bis Alter 65
    • max. 65% ab Alter 65

    Basis bildet der von uns festgesetzte Belehnungswert (aktueller Marktwert oder Kaufpreis bei Neuerwerb). Es gilt der niedrigere der beiden Werte.

    Kreditbetrag: Mindestens 200’000 CHF bis maximal 1,5 Mio. CHF

    Belehnungsgrenzen für nicht selbstbewohnte Wohnobjekte (z.B. Mehrfamilienhäuser, Renditeliegenschaften)

    • max. 70%


    Kreditbetrag: Mindestens 300’000 CHF bis maximal 5 Mio. CHF

  • Die Kosten für Hypothekarzinsen, Unterhalt und Betrieb der Immobilie dürfen einen Drittel des Nettoeinkommens, das vom Darlehensnehmer alleine oder gemeinsam mit einem weiteren, solidarisch haftenden Darlehensnehmer erzielt wird, nicht übersteigen.

    Bei der Tragbarkeitsberechnung geht die BVK von einem theoretischen marktüblichen Zinssatz von gegenwärtig 5% aus. Zudem wird für Unterhalt und Betrieb 1% des Kaufpreises/Marktwertes dazu gerechnet. Für die Tragbarkeitsrechnung werden sämtliche weiteren Schulden (wie z.B. andere Kreditverpflichtungen) miteinbezogen. Alimentenverpflichtungen werden grundsätzlich vom Nettoeinkommen in Abzug gebracht.

  • Austritt aus der BVK: Die Hypothek wird unverändert weitergeführt, sofern die Bonität weiterhin gegeben ist.

    Vermietung: Die Hypothek kann zu denselben Konditionen und Belehnungsgrenzen weitergeführt werden, sofern die Renditeliegenschaft selbsttragend ist.

    Verkauf: Der Käufer kann bei Interesse die BVK-Hypothek übernehmen. Dies unter der Voraussetzung, dass Tragbarkeit und Belehnung den BVK Vorgaben entsprechen. Die Hypothek kann auch auf ein neues Kaufobjekt übertragen werden. Die BVK Richtlinien bezüglich Tragbarkeit und Belehnung müssen weiterhin eingehalten sein.

  • Die Hypothekarzinsen werden grundsätzlich im Lastschriftenverfahren (LSV) beglichen. Der Hypothekarnehmer unterschreibt zu diesem Zweck eine Belastungsermächtigung. Bitte beachten Sie, dass wir Ihnen bei ungenügendem Kontoguthaben bzw. falschen oder nicht mehr gültigen Kontoangaben eine Umtriebsentschädigung in Rechnung stellen müssen.

    Hypothekarzinsen sind vierteljährlich fällig: 31. März, 30. Juni, 30. September, 31. Dezember.

  • Wer Hypothekarzinsen nicht zum vereinbarten Termin überweist, gerät unmittelbar und ohne Mahnung in Verzug. Der Verzugszins beträgt 5%.

  • Variable Hypotheken
    Diese können von jeder Partei mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist auf Ende eines jeden Kalendermonats mit eingeschriebenem Brief gekündigt werden. Bei Verkauf der Liegenschaft kann auf den Termin der Eigentumsübertragung schriftlich gekündigt werden. Dazu muss der Darlehensnehmer zwingend einen Entwurf des Kaufvertrags einreichen.

    Festhypotheken
    Für Festhypotheken sind während der vertraglich vereinbarten Laufzeit keine Teilrückzahlungen möglich, sofern dies im Vertrag nicht anderweitig geregelt wurde. Eine vorzeitige Kündigung ist nur in Ausnahmefällen zulässig. Es muss eine Vorfälligkeitsentschädigung entrichtet werden (positive Differenz aus dem geltenden Festhypothekarzinssatz inklusive Marge beim Vertragsabschluss gemäss Hypothekarvertrag und dem jeweiligen Geld- oder Kapitalmarktsatz, kumuliert für die ordentliche Restlaufzeit). Es wird in jedem Fall eine Umtriebsentschädigung belastet.

    Bei Ablauf einer Festhypothek wird der Schuldner rechtzeitig vor Ablauf angeschrieben und es werden ihm die neuen für ihn verbindlichen Konditionen bekannt gegeben. Erfolgt bis zum Ende der Ablauffrist keine anderweitige Mitteilung des Schuldners, so wird die Hypothek als variable Hypothek zum dannzumal geltenden BVK-Zinssatz weitergeführt.

  • Bei der Umwandlung einer variablen Hypothek in eine Festhypothek gilt eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Für diesen Zeitraum wird kein Forward-Zuschlag erhoben. Deshalb kann der Zinssatz bei Kündigung der variablen Hypothek (Eingangsstempel BVK) verbindlich festgelegt werden.

  • Aufwertung Sparguthaben

    Von der Aufwertung profitieren alle Aktivversicherten und (teil-)invalidenrentenbeziehenden Personen der BVK, die im Kalenderjahr 2013 das 38. Altersjahr erreicht haben (d.h. Personen mit Jahrgang 1975 und älter) und die über ein Sparguthaben verfügen.

  • Die Aufwertung des am 31. Dezember 2012 bei der BVK versicherten Sparguthabens erfolgt altersabhängig. Die genauen Zahlen entnehmen Sie bitte unserem Merkblatt «Aufwertung von Sparguthaben».

  • Die Aufwertung erfolgt über eine Dauer von 5 Jahren, d.h. Ihrem Sparguthaben wird ab Januar 2013 jeden Monat ein Sechzigstel des am 31. Dezember 2012 berechneten Aufwertungsbetrages gutgeschrieben (zusammen mit den Spargutschriften). Die Gutschrift erfolgt ausschliesslich in jenen Monaten, in welchen Sparbeiträge gutgeschrieben werden (von dieser Regelung ausgenommen sind versicherte Personen, die im Stundenlohn angestellt sind).

  • Der Anspruch auf Aufwertungsgutschriften erlischt in folgenden Fällen:

    • Wenn die BVK Ihre Freizügigkeitsleistung an eine andere Vorsorgeeinrichtung oder an eine Freizügigkeitsstiftung überweist (d.h. bei Austritt aus der BVK).
    • Wenn eine Barauszahlung des Sparguthabens erfolgt (infolge Aufnahme einer selbstständigen Erwerbstätigkeit oder bei definitivem Verlassen der Schweiz).
    • Wenn Sie während der Aufwertungsperiode das Arbeitsverhältnis beenden, in dem Sie sich am 31. Dezember 2012 befunden haben (Austritt aus der BVK); dies auch, wenn Ihre Freizügigkeitsleistung noch bei der BVK ist.
    • In jedem Fall spätestens am 31. Dezember 2017, nach Ablauf der 5 Jahre dauernden Aufwertungsperiode.

  • Die Aufwertungsgutschriften des laufenden Jahres und die noch offenen Gutschriften sind auf Ihrem Vorsorgeausweis unter «Entwicklung Sparguthaben in CHF» aufgeführt.

    Der Aufwertungsbetrag ist eine fixe Summe, die sich während der Aufwertungsperiode nicht verändert. Nachfolgende Ereignisse haben deshalb keinen Einfluss auf die Höhe der monatlichen Aufwertungsgutschriften:

    • Veränderung des Beschäftigungsgrades
    • Veränderungen des Lohnes
    • Vorbezug im Rahmen von Wohneigentumsförderung (WEF) oder infolge einer Ehescheidung / Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft

  • Sollten Sie sich vor Ablauf der fünf Jahre pensionieren lassen, so wird Ihnen der noch nicht gutgeschriebene Aufwertungsbetrag auf den Zeitpunkt der Pensionierung gutgeschrieben. Sie erhalten folglich die volle Aufwertung.

    Bei einer Teilpensionierung erfolgt die sofortige Gutschrift anteilmässig entsprechend dem Pensionierungsgrad.

    Die Aufwertung bei Pensionierung erfolgt unabhängig davon, ob die Altersleistung in Form einer Altersrente oder in Kapitalform bezogen wird.

  • Während eines unbezahlten Urlaubs von mehr als 14 Tagen und weniger als 1 Jahr (d.h. in Monaten ohne ordentliche Spargutschriften) erfolgt keine Aufwertung. Der Anspruch auf Aufwertungsgutschriften nach Ende des unbezahlten Urlaubs und Wiederaufnahme der Beschäftigung bleibt jedoch bestehen (längstens jedoch bis zum 31. Dezember 2017).

  • Bei Wechsel des Arbeitsverhältnisses zu einem Arbeitgeber, dessen berufliche Vorsorge ebenfalls durch die BVK abgewickelt wird, bleibt der Anspruch auf Aufwertungsgutschriften bestehen, sofern ein nahtloser Übertritt vom alten ins neue Arbeitsverhältnis erfolgt.

  • Bei der Berechnung des Aufwertungsbetrages wurden folgende Einlagen nicht berücksichtigt, sofern sie nach dem 7. Oktober 2010 bei der BVK eingegangen sind (Valuta):

    • Freiwillige Einkäufe zur Erhöhung des Sparkapitals
    • Rückzahlungen von WEF-Vorbezügen (Wohneigentumsförderung)
    • Wiedereinkäufe aufgrund der Teilung des Sparguthabens nach einer Ehescheidung oder der gerichtlicher Auflösung einer eingetragenen Partnerschaft
    • Freizügigkeitsleistungen, die nicht innerhalb von 180 Tagen nach Antritt eines bei der BVK versicherten Arbeitsverhältnisses an die BVK überwiesen wurden.

  • Unbezahlter Urlaub

    Ein unbezahlter Urlaub liegt vor, wenn eine angestellte Person für eine bestimmte Zeit von der Arbeitsleistung befreit ist. Im Gegenzug erhält sie für diese Zeit keinen Lohn. Das Anstellungsverhältnis bleibt aber bestehen.
    Kein unbezahlter Urlaub liegt vor, wenn das Anstellungsverhältnis wegen Kündigung bzw. Befristung ausläuft. Wird nach einem Unterbruch beim gleichen Arbeitgeber ein neues Anstellungsverhältnis begründet oder wird eine Erwerbstätigkeit bei einem anderen Arbeitgeber angenommen, gilt dies nicht als unbezahlter Urlaub.

  • Ja. Sie müssen dafür besorgt sein, dass ein unbezahlter Urlaub vom Arbeitgeber bewilligt und der BVK schriftlich gemeldet wird.

  • Ein unbezahlter Urlaub von bis zu 14 Tagen wird von der BVK nicht beachtet. Die Spar- und Risikoversicherung wird weitergeführt, als würde der unbezahlte Urlaub nicht stattfinden.

  • Bei einem unbezahlten Urlaub von über 14 Tagen bis zu einem Monat wird Ihre Beitragspflicht eingestellt. Die Risikoversicherung zur Absicherung der finanziellen Folgen im Invaliditäts- oder Todesfall läuft beitragsfrei weiter. Hingegen wird der Sparprozess für die Altersvorsorge eingestellt.

  • Dauert der unbezahlte Urlaub länger als einen Monat bis längstens einem Jahr, werden Versicherungsschutz und Beitragspflicht eingestellt. Die Risikoversicherung (Invaliditäts- und Todesfall) wird während eines Monats weitergeführt. Tritt während der Dauer des Urlaubs ein Invaliditäts- oder Todesfall ein, haben die Berechtigten Anspruch auf die Freizügigkeitsleistung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Freizügigkeitsleistung».

  • Ja. Sie können die Risikoversicherung (Invaliditäts- und Todesfall) auf eigene Rechnung und gegen Vorauszahlung des Risikobeitrags von Urlaubsbeginn bis Urlaubsende weiterführen. Der Risikobeitrag beträgt 3% (bzw. 2% bei unter 24-Jährigen) des letzten versicherten Lohnes. Der Sparprozess für die Altersleistungen wird während dieser Zeit nicht weitergeführt.

  • Sie finden das entsprechende Antragsformular im Downloadbereich auf unserer Webseite www.bvk.ch. Damit der Versicherungsschutz gewährleistet bleibt, muss das vollständig ausgefüllte und vom Arbeitgeber unterschriebene Formular 1 Monat vor Antritt des Urlaubs bei der BVK eingegangen sein. Dies gilt sinngemäss auch bei einer Verlängerung des Urlaubs.
    Bitte beachten: Verspätet eingegangene Anträge führen zur Ablehnung des Gesuchs.

  • Dauert der unbezahlte Urlaub länger als 1 Jahr, tritt die versicherte Person aus der BVK aus. Sie erhält eine Freizügigkeitsleistung. Weitere Informationen dazu finden Sie auf unserem Merkblatt «Freizügigkeitsleistung».