BVK - Personlavorsorge des Kantons Zürich BVK



28. Februar 2017

Performance (YTD):
2,2%
Deckungsgrad:
94,4%

Erfordernisse zum Erhalt des Leistungsniveaus

Erfordernisse zum Erhalt des Leistungsniveaus
Damit nach dem Grundlagenwechsel das bisherige Leistungsniveau erhalten werden kann, müssen die Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge angehoben werden.

Erhöhung der Sparbeiträge
Die Sparbeiträge für Arbeitnehmende und Arbeitgeber werden ab 1. Januar 2017 erhöht. Dabei wurde auf eine tragbare Lösung für beide Seiten geachtet. Die Risikobeiträge können hingegen aufgrund der seit mehreren Jahren anhaltenden tiefen Anzahl von Invalidenfällen um einen Drittel von 3% auf neu 2% des versicherten Lohnes reduziert werden. Diese Mittel werden nicht individuell gutgeschrieben, sondern dienen der kollektiven Finanzierung der Leistungen aus Invaliditäts- und Todesfällen. Zudem beginnt der Sparprozess neu bereits im Alter 21, statt im Alter 24. Dies bedeutet, dass die Altersvorsorge für die Jungen früher ein Thema wird und diese vom Zinseszinseffekt profitieren können. 


Sparbeiträge gültig ab 1. Januar 2017, Vergleich

Alter

Sparbeiträge in % des versicherten Lohnes

 

 

 

bisher

 

neu gültig ab 01.01.2017

 

 

Versicherte
Person

Arbeitgeber

Total
Sparen

Versicherte
Person

Arbeitgeber

Total
Sparen

21 bis 23

0,0%

0,0%

0,0%

4,0%

6,0%

10,0%

24 bis 27

4,8%

7,2%

12,0%

5,2%

7,8%

13,0%

28 bis 32

6,0%

9,0%

15,0%

6,4%

9,6%

16,0%

33 bis 37

7,2%

10,8%

18,0%

7,6%

11,4%

19,0%

38 bis 42

8,0%

12,0%

20,0%

8,8%

13,2%

22,0%

43 bis 47

8,8%

13,2%

22,0%

10,0%

15,0%

25,0%

48 bis 52

8,8%

13,2%

22,0%

10,8%

16,2%

27,0%

53 bis 57

9,6%

14,4%

24,0%

11,6%

17,4%

29,0%

58 bis 62

9,6%

14,4%

24,0%

11,6%

17,4%

29,0%

63 bis 65

7,2%

10,8%

18,0%

11,6%

17,4%

29,0%

66 bis 70

3,6%

5,4%

9,0%

6,0%

9,0%

15,0%

Anpassung des Beteiligungsmechanismus
Der neue, tiefere technische Zinssatz bedeutet, dass die BVK künftig eine tiefere Kapitalrendite benötigt, um ihren Verpflichtungen nachkommen zu können. Sie ist dadurch finanziell stabiler. In der Folge kann auch der Beteiligungsmechanismus angepasst werden. Dieser regelt, unter welchen Voraussetzungen Leistungsverbesserungen für Aktivversicherte und Rentenbeziehende gewährt werden können und wann die Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden zum Erhalt des finanziellen Gleichgewichtes der Kasse Sanierungsbeiträge leisten müssen.

Bei einem Deckungsgrad zwischen 90% und 100% bedeutet dies neu:

  • Für Arbeitgeber entstehen wegen der wegfallenden Sanierungsbeiträge auch nach der Erhöhung der Sparbeiträge insgesamt weniger Kosten an.
  • Für Arbeitnehmende gibt es keine Minderverzinsung des Sparguthabens. Sie haben durch die höheren Sparbeiträge mehr Sparguthaben, das sie gegebenenfalls bei einem Wechsel des Arbeitgebers auch in die neue Pensionskasse mitnehmen können.
  • Für Rentenbeziehende hat die Umstellung keine Auswirkungen.  

Bei einem Deckungsgrad unter 90% liegt es im Ermessen des Stiftungsrates, ob und in welchem Masse Sanierungsbeiträge geleistet werden müssen.

Mit der Anpassung des Beteiligungsmechanismus kann das wichtige Ziel, Aktivversicherte und Rentenbeziehende finanziell langfristig gleichwertig zu behandeln, erreicht werden.

Angepasster Beteiligungsmechanismus

 

Deckungsgrad

Verzinsung Sparguthaben

Sanierungsbeitrag
in % des versicherten Lohnes

 

 

Arbeitnehmer

Arbeitgeber

<90%*

0,0%

0,0%

2,5%

90% - <100%

BVG-Mindestzinssatz

0,0%

0,0%

100% - <115%

2%, mindestens BVG-Zinssatz

0,0%

0,0%

>115%

Leistungsverbesserung für Aktivversicherte und Rentenbeziehende**

0,0%

0,0%

*Der Stiftungsrat überprüft unter Einbezug der Minderverzinsung die Lastenverteilung der Sanierungs- und Beteiligungsmassnahmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Nötigenfalls legt er weitergehende Massnahmen fest.

**Die heutigen Rentenbeziehenden der BVK sind zu unterschiedlichen Bedingungen in Pension gegangen. Bei Pensionierungen vor 2013 wurde die Rentenhöhe mit einem technischen Zinssatz von 4% ermittelt. Bei Pensionierungen ab 2013 bis Ende 2016 liegt ein technischer Zinssatz von 3,25% zugrunde und ab 2017 wird mit 2% gerechnet. Teuerungszulagen werden unter Prüfung verschiedener Voraussetzungen, wie z.B. den Grundlagen für die Rentenfestsetzung oder allfällig erhaltene Aufwertungsgutschriften geleistet. Der Stiftungsrat wird zur gegebenen Zeit darüber entscheiden.

Hinweis: Auf die Sanierungsmassnahmen wirkt sich der per 1. Januar gültige Deckungsgrad ab Mitte des Jahres aus, nachdem er von der Revisionsstelle bestätigt wurde. In der ersten Hälfte 2017 leisten Arbeitgeber unverändert Sanierungsbeiträge von 2,5% der versicherten Löhne. Das Sparguthaben der Aktivversicherten wird gegenüber dem BVG-Zins um 0,5 Prozentpunkte tiefer verzinst.