BVK - Personlavorsorge des Kantons Zürich BVK



31. Mai 2018

Performance (YTD):
-0,5%
Deckungsgrad:
98,8%

BVK 2019

In diesem Bereich werden laufend die aktualisierten Reglemente und Merkblätter aufgeschaltet, die ab dem 1. Januar 2019 Gültigkeit haben werden. Regelmässig hier vorbeizuschauen lohnt sich. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Angebotsänderungen.

Höhere Witwen-/Witwerrente
Versicherte haben künftig die Möglichkeit, zwischen einer höheren Altersrente oder einer höheren allfälligen Witwen- respektive Witwerrente zu wählen.

Falls Sie sich für eine höhere Altersrente entscheiden, wird Ihr Sparguthaben zum Zeitpunkt der Pensionierung mit einem höheren Umwandlungssatz von 5,13% anstelle von 4,85% (Alter 65, Jahrgang 1954) berechnet. Damit erhalten Sie eine höhere jährliche Rente. Im Gegenzug wird im Todesfall eine geringere Ehegattenrente von 1/3 anstelle von standardmässig 2/3 an den hinterlassenen Partner ausgerichtet. Möchten Sie die angestammte Ehegattenrente im Todesfall eines versicherten Ehepartners beibehalten, erhalten Sie die bisherigen Leistungen. Wie sich die Höhe des Umwandlungssatzes konkret auf Ihre persönliche Rente auswirkt, können Sie mit dem BVK-Rentenrechner unter www.bvk.ch/rentenrechner spielerisch simulieren.

Tiefere Eintrittsschwelle
Der Arbeitgeber kann optional die Eintrittsschwelle des versicherten Mindestlohnes von 21’150 auf 14’100 Franken reduzieren. Damit können auch Teilzeitbeschäftigte in die 2. Säule einzahlen. Zudem wird ihr Schutz bei Invalidität und Tod verbessert. Auch für diese Personen fallen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge an. Die Option kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten auf den 1. Januar oder 1. Juni gekündigt werden.

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Zusätzlich versicherte Lohnbestandteile

Zusätzliche Lohnbestandteile wie Honorare (beispielsweise bei Ärzten aus der Behandlung von Halbprivat- und Privatpatienten) und Sitzungsgelder (beispielsweise aus einem politischen Amt) können durch den Arbeitgeber mitversichert werden. Es können nur Bestandteile eingeschlossen werden, die auch durch die AHV versichert sind.

Mit dem Einschluss dieser Gelder erhöht sich der Lohnanteil der Arbeitnehmenden, die von einem höheren Sparguthaben bei der Pensionskasse profitieren.

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Altersrücktritt neu in drei Schritten
Die BVK ermöglicht neu einen Altersrücktritt in drei Teilschritten. Ein Kapitalbezug kann aber wie bisher maximal in zwei Schritten erfolgen.

Anpassungen der Ehegattenrente im Todesfall

  • Falls im Todesfall eines Arbeitnehmenden keine Ehegattenrente fällig wird, leistet die BVK ein Todesfallkapital. Ab dem 1. Januar 2019 wird dieses auf das gesamte Sparguthaben ausgedehnt. Mit dieser Verbesserung entfällt einer der meistgenannten Gründe gegen einen freiwilligen Einkauf. Der Waisenrentenanspruch wurde in diese Regelung nicht eingeschlossen.
  • Ist im Todesfall eines Altersrentenbeziehenden der überlebende Ehegatte mindestens 15 Jahre jünger, wird die Ehegattenrente gekürzt. Diese Kürzung reduziert sich bei einer Ehedauer von über 10 Jahren.

Beispiel:

Mögliche Weiterversicherung ab 58
Für Versicherte ab Alter 58 wird es ab dem kommenden Jahr neu möglich sein, sich auch im Falle einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses weiterhin, für längstens zwei Jahre, bei der BVK zu versichern. Dabei können Sie individuell bestimmen, zu welchem Lohn Sie bei der BVK versichert sein möchten und zu welchem Zeitpunkt – zwischen 60 und 65 Jahren – Sie die Pension antreten wollen. Bei dieser flexiblen Form der Weiterversicherung leistet der Versicherte alle anfallenden Beiträge (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge).

Weitere Änderungen in Kürze

  • Analog zur eidgenössischen IV entfällt der zusätzliche Überbrückungszuschuss für verheiratete Invalidenrentenbeziehende.
  • Der Anspruch auf eine Partnerschaftsrente in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft setzt eine gegenseitige Unterstützungsvereinbarung oder einen testamentarischen Verweis auf die berufliche Vorsorge voraus.
  • Vorbezüge für Wohneigentum müssen von den Erben zurückbezahlt werden, wenn weder Hinterbliebenenleistungen noch eine Todesfallsumme fällig werden.
  • Neuregelung bei den Fälligkeiten der Leistungsausrichtung.
  • Leistungskürzungen der Invaliden- und Hinterlassenenrente durch die Unfall und Militärversicherer werden bei Erreichen des ordentlichen Rentenalters von der BVK nicht ausgeglichen.
  • Versicherte können neu zusätzlich Lohnbestandteile von nicht angeschlossenen Arbeitgebern, aber nur mit deren Einverständnis, bei der BVK versichern lassen. Diese Regelung kann im Rahmen von Nebenbeschäftigungen zum Tragen kommen.
  • Die Tabelle der Umwandlungssätze wurde fortgeschrieben.
  • Die Richtgrössen für die Gewährung von Leistungsverbesserungen auf laufenden Renten (gemäss Kohorten-Modell) wurden angepasst.

 

(Aktualisiert: 6. Juli 2018)